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Bauhofmitarbeiter Andreas Bräundl aus Neuried und der Unimog mit Winterdienst-Ausstattung sind startklar zum Schneeräumen.

Bauhöfe im Würmtal

Salz und Split für einen langen Winter

Die Schneemassen können kommen. Zumindest, wenn es nach den Salzvorräten der Würmtaler Betriebshöfe geht. Denn die Silos sind gut gefüllt. Und auch die Bereitschaftsdienste blicken stetig gen Himmel.

Würmtal – Alexander Veit, Leiter des Planegger Betriebshofes, würde sich für seine Mitarbeiter einen ruhigen Winter wünschen. „Bei viel Schnee ist der komplette Bauhof im Einsatz“, so Veit. Jede Nacht hält ein Schaudienst die Augen offen.

Fällt Schnee, rückt der Bereitschaftsdienst spätestens um halb vier aus, um die Straßen zu räumen und zu steuen. „Bei Land unter rücken alle Mitarbeiter des Betriebshofes aus“, erklärt Veit. Und das alles zusätzlich zum normalen Arbeitstag.

Obwohl das Silo ohnehin relativ voll war, hat die Gemeinde zusätzliches Salz nachgekauft. Rund 200 Tonnen fasst ein Silo. Sollte die Menge nicht ausreichen, hat der Betriebshof noch weiteres Streugut auf Lager. Und auch die 15 Fahrzeuge sind bereits seit November umgerüstet. Wo im Sommer noch die Gießaufbauten angebracht waren, befinden sich jetzt Schaufeln und Streubehälter.

Für die Planegger Bürger stehen rund 20 Streugutboxen bereit, an denen man sich kostenlos mit Rollsplit eindecken kann. Auch in Krailling sind diese Boxen zu finden, beispielsweise vor dem Rathaus. Die Gemeinde will auch weiterhin an diesem Service festhalten. Anders als Gauting. Dort hatte die Gemeindeverwaltung erst kürzlich verkündet, den Bürgern keinen kostenlosen Split mehr zur Verfügung zu stellen. Alle 26 Kästen sind dem Sparkurs der Gemeinde zum Opfer gefallen (wir berichteten).

„Wir haben das Salz bereits im Sommer gekauft“, so Franz Wolfrum, Geschäftsleiter der Gemeinde Krailling. Zu dieser Jahreszeit sei das Streugut rund 15 Prozent günstiger. Etwa 100 Tonnen lagern im Silo des Kraillinger Bauhofs. „Allerdings haben wir auch noch eine Lagermöglichkeit außerhalb der Gemeinde“, so Wolfrum. Diese bietet Platz für weitere 700 Tonnen.

Hinzu kommen vier Großräumfahrzeuge, zwei kleine Traktoren sowie zwei Fußtrupps. Auch die Gemeinde Neuried ist schon längst auf Winter eingestellt. „Die Fahrzeuge sind umgerüstet, wir haben reichlich Salz auf Lager und überall im Gemeindegebiet Streugutkästen aufgestellt“, sagt Inke Franzen, die im Neurieder Rathaus für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. „Immerhin mussten wir heuer ja schon Schnee räumen.“

Karin Priehler

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