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Schnelltests werden knapp

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Von: Victoria Strachwitz

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Wegweiser mit Aufschrift Arbeitsplatz und 3G-Regel
Die Umsetzung der 3G-Regel sorgt für eine erhöhte Nachfrage nach Selbsttests. © Christian Ohde / IMAGO

Das Testen hat Hochkonjunktur. Schnelltestzentren im Würmtal werden überrannt, und Tests in Apotheken sind knapp.

Würmtal – Parkplätze werden gesperrt, Personal gesucht: Alles, damit die Schnelltestzentren im Würmtal ihre Kapazitäten ausweiten können. Im Landkreis München wurden in der vergangenen Woche in den kommunalen Testzentren 5906 Antigenschnelltests gemacht, die Kapazität liegt bei 10 300. Landrat Christoph Göbel erwartet eine rapide ansteigende Nachfrage.

Im Testzentrum der Malteser in Gräfelfing ist jetzt schon viel los. „Wir haben permanent gut zu tun“, sagt Marcel Liere, Leiter des Testzentrums. Florian Max, Inhaber der Planegger Würmtal-Apotheke, erklärt, der große Ansturm sei mit den neuen Bestimmungen gekommen. Bus und Bahn verlangen seit Mittwoch 3G, Arbeitgeber ebenfalls. „Da ging es dann richtig los.“ Lange habe es genügt, die Tests durch die Notfallklappe seiner Apotheke durchzuführen. „Wenn sieben Leute am Tag kamen, war das viel.“

„Wir wurden überrannt“

Am Mittwoch änderte sich das schlagartig. „Über Nacht waren wir ausgebucht. Wir wurden überrannt.“ Max reagierte schnell: „Wir haben die Parkplätze für kommende Woche blockieren lassen.“ An der Mathildenstraße wird dann wieder der Container stehen, in dem getestet wird. „Ich hoffe, dass dann die Nachfrage nach den Laientests nachlässt“, sagt er. Als Betreiber von zwei Planegger Apotheken spürt er auch dort eine große Nachfrage nach Tests. „Wir haben keine mehr“, musste er seinen Kunden gestern sagen. Für heute rechnet er mit einer Lieferung von 5000 Stück – ob sie kommt, weiß er nicht.

„Die Tests sind knapp“, sagt auch Adriano Colanera von der Neurieder St. Mary’s Apotheke. „Ende vergangener Woche habe ich gemerkt, dass es Engpässe gibt“, erzählt Katrin Thon von der Gräfelfinger Löwen-Apotheke. „Es war nichts verfügbar und unklar, wann die Ware kommt.“ Auch sie musste Kunden vertrösten.

Angespannte Gesamtlage

Die Planegger Firma Sanacorp Pharmahandel bestätigt das Problem: „Es ist in der aktuell sehr angespannten Gesamtlage tatsächlich schwierig, eine Bevorratung in ausreichender Menge sicherzustellen“, sagt Sprecher Matthias Dehmel. Gestern habe die Planegger Niederlassung eine Teillieferung von Laientests erhalten und rund 20 000 Stück verkaufen können. „Für die kommende Woche hoffen wir auf eine Verbesserung bei den entsprechenden Verfügbarkeiten, eine Garantie können wir dafür allerdings nicht abgeben.“

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