Mildes Urteil für geständige Kraillingerin

Schülerin (19) mit Partydroge erwischt

Eine Münchner Partynacht Anfang März brachte eine Kraillinger Schülerin auf die schiefe Bahn.

In einer Münchner Diskothek ließ sich die 19-Jährige gelbe Amphetamin-Bröckchen andrehen und wurde prompt erwischt. Dieser Tage musste sich das Mädchen wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln vor dem Starnberger Amtsgericht verantworten.

In Begleitung ihrer Eltern und ihres Rechtsanwaltes berief sich die Kraillingerin sofort auf die Wahrheit. „Ich gebe es zu. Das war dumm von mir. Da waren Jungs, die hatten Pillen dabei und ich dachte mir: Warum nicht ?“, so die Abiturientin. In den frühen Morgenstunden stellte die Polizei 0,19 Gramm MDMA bei der betrunkenen Angeklagten sicher. Das Party-Amphetamin kurbelt die Ausschüttung von Serotonin an und verschafft so ein befristetes Glücksgefühl.

Offenbar hatten die jungen Männer das Mädchen zudem auf zahlreiche Wodka Redbull eingeladen. Die enthemmende Wirkung des Alkohols zeigte sich allzu deutlich, als die Kraillingerin lautstark vor dem Clubeingang herumpöbelte.

Vor dem Kadi stufte die 19-Jährige ihren Amphetaminkonsum als einmaligen Ausreißer ein. Trotz Diebstahlsvorstrafe fiel das Urteil von Jugendrichter Ralf Jehle mit 24 verhängten Sozialstunden entsprechend milde aus.

Sorgen bereitet der Justiz derweil die instabile seelische Verfassung der jungen Angeklagten. „Bei jemandem, der psychisch nicht gefestigt ist, können Drogen eine Abwärtsspirale in Gang setzen“, ließ das Gericht nach Urteilsverkündung wissen und entließ die Kraillingerin mit wohlmeinenden Worten aus dem Gerichtssaal: „Bei Ihrer persönlichen Situation ist die Einnahme von Betäubungsmitteln absolut kontraproduktiv."

nh

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