Neubaupläne auf dem Schulcampus Lochham

Turn- und Schwimmhalle für 9,4 Millionen

Gräfelfing - Mit ihren Neubauplänen auf dem Lochhamer Schulcampus kommt die Gemeinde Gräfelfing langsam ans Eingemachte: eine neue Turn- und Schwimmhalle.

Während die Süd-Erweiterung der Grundschule im April Spatenstich feiern soll, schreiten die Planungen für den nächsten Neubau auf dem Lochhamer Schulcampus schon voran. Anders als lange Zeit angedacht, genießt nun nicht eine Erweiterung des Gymnasiums Priorität, sondern der Ersatzbau der maroden Turn- und Schwimmhalle.

Vor allem die Turnhalle hat mit ihrem welligen Boden und anderen Mängeln inzwischen die Grenze der Zulässigkeit für einen sicheren Schulsport erreicht. Auch Technik und Bemaßung der Schwimmhalle entsprechen nicht mehr den Standards.

Im Bauausschuss am Donnerstag ging es nun um Größe und Situierung des Ersatzbaus. Architekt Clemens Pollok stellte eine Schwimmhalle mit 25- oder 50-Meter-Becken zur Auswahl, dazu eine Einfeld-, Zwei- oder Dreifeld-Turnhalle – alles samt Kostenschätzung. So würde die kleinere, jedoch für den Schulsport ausreichende Schwimmhalle auf 3,8 Millionen Euro kommen, die Turnhallen liegen je nach Größe bei 2,3 (Einfeld), 5,5 (Zweifeld) oder 7,9 Millionen Euro (Dreifeld samt Zuschauertribüne und Bühne).

Bürgermeisterin Uta Wüst berichtete, dass nach Auskunft von Mittelschul-Rektorin Monika Weikert und den Recherchen der Gemeinde eine Zweifeld-Halle ausreichen würde. Das 50-Meter-Schwimmbecken hielt niemand für sinnvoll. Florian Ernstberger (BVGL): „Das haben wir im Olympia-Bad schon.“ So herrschte schnell Einigkeit für besagte Kombination, die auf insgesamt 9,4 Millionen Euro kommt.

Nur Florian Brenner (CSU), Vize-Präsident des TSV Gräfelfing, wies darauf hin, dass eine zweite Dreifachturnhalle den Gräfelfinger Vereinen gut tun würde. Damit hätte man eine Option beispielsweise für den Handball-Punktspielbetrieb der HSG. Brenner war im Bauausschuss freilich nicht stimmberechtigt.

Bei feststehender mittlerer Größe des Bauwerks war auch klar, dass zwei Standort-Varianten im heutigen Wäldchen zwischen Adalbert-Stifter-Straße und Autobahn ausschieden. Auf Empfehlung von Pollok einigte man sich darauf, zwei Situierungen auf dem Schulgelände näher zu prüfen: Die neue Halle könnte wie die bestehende ans Hauptgebäude andocken oder freistehend nordöstlich davon liegen. Sie wird allerdings deutlich größer als die bestehende Halle sein und samt Abböschungen für Tageslicht eine beachtliche Fläche in Anspruch nehmen.

Martin Schullerus

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