Schülerinnen mit Selbsttest-Stäbchen in der Nase
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Die Eintrittskarte zum Präsenzunterricht ist ab Montag für alle Schüler ein Coronatest. Wer diesen nicht selbst in der Schule machen will, muss einen Nachweis vorlegen, dass er innerhalb der vergangenen 48 Stunden getestet wurde.

Selbsttests im Klassenzimmer

Schulstart mit neuer Pflichtaufgabe

  • Peter Seybold
    vonPeter Seybold
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Ab Montag dürfen Schüler nur noch am Präsenzunterricht teilnehmen, wenn sie sich am selben Tag in der Schule auf Corona testen oder einen maximal 48 Stunden alten Nachweis vorlegen. Würmtaler Schulleiter zeigen sich optimistisch, dass alles in geregelten Bahnen abläuft.

Würmtal – Würmtaler Schüler, die am Montag zum ersten Mal nach den Osterferien wieder in die Schule gehen, haben eine neue Pflichtaufgabe: Um am Präsenzunterricht teilnehmen zu dürfen, müssen sie sich zu Beginn des Schultags selbst auf Corona testen – oder einen Nachweis vorlegen, dass sie innerhalb der letzten 48 Stunden bei einem Arzt, einer Apotheke oder einem Zentrum getestet wurden.

In den Schulen stehen zweimal die Woche Tests für jeden Schüler an. „Bei uns werden die Schüler in ihrer jeweils ersten Stunde getestet, wir fangen ja im Moment gestaffelt mit dem Unterricht an“, sagt Anita Groß, Direktorin des Gräfelfinger Kurt-Huber-Gymnasiums. Die Tests fänden jeweils im Klassenzimmer statt, da sich sonst zum Beispiel an den Eingangstüren zu große Schlangen bilden würden, erklärt Groß. Die Testkits von Siemens bekam die Schule von der Gemeinde, die diese wiederum vom Landratsamt hat. „Wenn alle Schüler komplett da sind, reichen die Tests, die wir bisher haben, drei Wochen“, sagt Groß.

Erklärfilm auf Schulplattform hochgeladen

Die Schüler führen die Tests wie überall selbst durch. Die Lehrer helfen natürlich mit Erklärungen, Groß hat auf die Schulplattform mykhg einen Erklärfilm der Malteser hochgeladen. Die Tests laufen so ab, dass die Lehrer für jeden Schüler ein Röhrchen mit einem Stäbchen und Flüssigkeit vorbereiten. Die Schüler nehmen im Klassenzimmer das Stäbchen aus dem Röhrchen und der Flüssigkeit heraus, führen es in die Nase ein und legen das Stäbchen dann zurück in die Flüssigkeit. Von dieser geben sie kurze Zeit später einige Tropfen auf eine Testplatte, auf der nach 15 Minuten ein Ergebnis erkennbar ist. „Es ist also ein bisschen so wie bei einem Schwangerschaftstest“, sagt Groß. Das KHG hatte in den vergangenen Wochen vor den Pflichttests nur einen positiven Corona-Fall, obwohl 650 Schüler bei den freiwilligen Gurgeltests mitgemacht hatten.

Positives Feedback der Eltern

„Am Anfang aufregend, dann aber bald Routine“ werden die Tests wohl für die Kinder der Planegger Grundschule sein, glaubt Rektor Sebastian Körber. Die Kinder führen die Tests in Planegg ebenfalls im Klassenzimmer zu Beginn des Unterrichtstags durch. „Die allermeisten Schüler“ werden dies in der Schule machen und keinen Beleg vorlegen, erwartet Körber. Das bisherige Feedback der Eltern sei sehr gut gewesen. Eine Mutter, die im medizinischen Bereich arbeitet, habe der Schule mit Rat zur Seite gestanden, berichtet Körber. Er betont, „dass ein positives Testergebnis nicht zwingend bedeuten muss, dass ein Schüler infiziert ist“. Natürlich würden positiv getestete Kinder dennoch sofort nicht mehr am Unterricht teilnehmen, so Körber. An der Schule habe es noch keinen einzigen Corona-Fall gegeben.

Die Versorgung mit Schnelltests und FFP2-Schutzmasken sei vom Starnberger Landratsamt „vorbildlich“ organisiert, sagt Sylke Wischnevsky, Leiterin des Gautinger Otto-von-Taube-Gymnasiums. Die Schule habe nach einem Verteilungsschlüssel „Kontingente mit ausreichend Tests und Masken zugewiesen bekommen“. Falls ein Schüler ein positives Ergebnis haben sollte, werde dieser in einen Extra-Raum begleitet und dort von den Eltern abgeholt. Dass deshalb in einer Klasse Panik ausbreche, schließt Wischnevsky aus. Ihre Schüler lebten nun schon ein Jahr mit Corona – „und unser Beruf ist Pädagogin und Pädagoge“, also „Kinderführer“.

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