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Volles Haus im Planegger Sitzungssaal: Viele waren umsonst gekommen, weil der Bürgereilantrag unbehandelt blieb.

Neugestaltung des Planegger Bahnhofsareals

Rat schwenkt zu drittem Preisträger um

Planegg - Die Umgestaltung des Planegger Bahnhofareals hat eine neue Stufe erklommen.

Der Gemeinderat beschloss auf seiner Sitzung am Donnerstag den Entwurf des dritten Preisträgers des Ideenwettbewerbs als Basis für die weitere Umsetzung zu nutzen. Somit ist die Planungsidee von Thomas Hammer und Doris Grabner, die im Juni 2015 mit dem ersten Platz prämiert wurde, vom Tisch. Diesen Entwurf des ersten Preises hatte der Eigentümer des Geländes abgelehnt. Die Bushaltestellen lagen hier zu dicht am Biergarten, erläuterte Ursula Janson vom Planegger Bauamt. Außerdem waren die Bushaltestellen nicht barrierefrei. „Dieser Entwurf besticht zwar durch seine städtebauliche Qualität“, so Janson weiter. Zu beanstanden seien aber die Größe des Supermarktes von 2000 m² statt 1200 m² laut Auslobungstextes sowie die Höhe des Hotelturms.

Aus diesen Gründen präferiert sie nun die Umsetzung des dritten Preises des Büros Molenaar/Weber. Eine Planung, die viel luftiger und durch die reduzierte Bebauung entzerrter wirke. Janson: „Dieser Entwurf spiegelt einfach wesentlich mehr den Charakter des Ortes wider.“ Da es sich bei dieser Auslobung lediglich um einen Ideen- und nicht um einen Realisierungswettbewerb handele, sei die Verwaltung nicht verpflichtet, den Gewinnerplan umzusetzen.

Wobei auch bei Molenaar/Weber einige Punkte modifiziert gehörten. So müsste etwa die Fläche für die Busse zugunsten von mehr Aufenthaltsbereichen im nördlichen Teil verkleinert werden. Zielsetzung sei auch, den Bahnhof so zu gestalten, dass sein Eingang sowohl in „historischer, wie in zukünftiger Bedeutung als Universitätsgemeinde“, bestehen könne.

Der Ratsbeschluss beauftragt die Verwaltung jetzt aber erst einmal mit der Klärung, inwieweit die erforderlichen Flächen, die sich derzeit in Privat- wie in Gemeindebesitz befinden, getauscht oder gekauft werden können. Darauf folgt die Detailplanung.

Freuen dürfte diese Entwicklung vor allem die Bürgerinitiative um Astrid Pfeiffer und Christian Schröter. Ihre Wünsche nach Erhalt des dörflichen Charakters, einem kleineren Supermarkt und keinem siebengeschossigen Hotelturm scheinen plötzlich realisierbar.


Carolin Högel

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