In sechs Monaten zum Preisträger

- Alexander Blum hat Talent und sein Instrument

VON CHRISTOPH KASTENBAUER Neuried - Das Akkordeon ist sein Instrument. "Das, oder keines", sagte der achtjährige Alexander Blum vor einem halben Jahr. Er kriegte das Akkordeon, sein erstes Instrument überhaupt. Ein halbes Jahr später gewann Alexander den zweiten Deutschen Akkordeon Musikpreis in seiner Altersklasse.

Es ist eben sein Instrument. Kein Wunder. "Er ist ein wirkliches Talent", kommt seine Lehrerin Elisabeth Glauber von der Neurieder Musikschule um das Wundern nicht herum. Nach einem halben Jahr praktischer Musikerfahrung den zweiten Preis bei diesem Wettbewerb zu gewinnen, sei eine außergewöhnliche Leistung. "Schon im ersten Monat habe ich gemerkt, dass da eine besondere Begabung vorhanden ist." Die Einstiegsstücke meisterte Alexander mit Leichtigkeit, schnell ging Glauber dazu über, ihrem Schützling schwierigere Kompositionen zu geben. "Auch die setzte er gleich um", schüttelt die Lehrerin lächelnd den Kopf.

Verblüfft über das Talent des kleinen Alexander fragte Glauber ihren Schüler kurz entschlossen, ob er nicht Lust hätte, an dem Akkordeon-Wettbewerb teilzunehmen. Der war sofort Feuer und Flamme, spielte ohne große Nervosität vor einer Jury aus professionellen Musikern in Grünwald. Die waren gleich sehr angetan, Ergebnis: zweiter Platz. Nächstes Jahr will Alexander jetzt bei Jugend musiziert für weitere Überraschungen sorgen.

Doch Wettbewerbe hin oder her, für Alexander steht eines im Vordergrund: Der Spaß an der Musik. "Das ihm der erhalten bleibt, ist eigentlich das wichtigste", will ihn Glauber nicht mit zuviel Übungsdruck belasten. Muss sie auch gar nicht. "Alexander spielt freiwillig in fast jeder freien Minute. Er liebt es einfach, Akkordeon zu spielen." Es ist eben sein Instrument. Kein Wunder.

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