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Land unter im Schuhladen: Feuerwehrmann Josef Reithmeier saugt bei „Happy Schuh & Du“ Wasser auf.

Rohrbruch im Einkaufszentrum

Würmtal-Center unter Wasser

Martinsried - Das Würmtal-Center hat erst vor einem Monat eröffnet. Am Mittwoch standen dort zwei Supermärkte und ein Schuhladen unter Wasser. Die Aufräumarbeiten dauern an.

Wasser am Boden, in der Decke, in der Wand und in der Ware. Die Mitarbeiter von AEZ, Aldi und „Happy Schuh und Du“ haben seit Mittwoch alle Hände voll zu tun. Und auch die Feuerwehren aus Planegg und Gräfelfing arbeiteten hart. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch war im ersten Stock des Martinsrieder Einkaufszentrums eine große Wasserleitung geplatzt. Rund 4500 Quadratmeter des Gebäudes wurden geflutet. Betroffen sind die drei genannten Geschäfte und die Baustelle im ersten Stock, wo schon bald der Billardsalon „Eldorado“ und ein Chinesisches Restaurant einziehen.

Der Schaden ist beträchtlich. Bernd Budau von der Planegger Feuerwehr beziffert ihn mit einem hohen sechsstelligen Betrag. „Gefühlt werden wir da schon landen“, meint Michael Vogl, verantwortlicher Bauleiter der Firma BVG-Immobilien. Die genaue Schadenssumme ist noch nicht bekannt. „Es ist zu frisch, um Bilanz zu ziehen“, erklärt Michael Klöter, Leiter der Aldi-Filialentwicklung.

Die Baustelle im ersten Stock des Gebäudes, also dem Ort des Geschehens, hat es am wenigsten getroffen. „Da haben wir Glück gehabt“, sagt Vogl. Die Ausbauarbeiten verzögerten sich jetzt um eine Woche. Planmäßig hätten die Betreiber von Billardsalon und chinesischem Restaurant Anfang April eröffnen wollen. „Das wird auch so bleiben“, meint Vogl. Anders schaut es im Erd- und im Untergeschoss des Gebäudes aus. „Wir sind die Leidtragenden“, sagt der AEZ-Geschäftsführer Moritz Klotz.

Entdeckt hatten die Wassermassen die Marktleiter von AEZ und Aldi, als sie in der Früh um 5.30 Uhr ihre Läden aufsperrten. Sie alarmierten umgehend die Planegger Feuerwehr, die ihre Gräfelfinger Kollegen zur Verstärkung orderte. „Die Feuerwehr hat toll reagiert“, lobt Fritz Sutor von „Happy Schuh & Du“, der gestern Morgen vor Ort war. Seine Filiale wurde am härtesten getroffen. Und trotzdem hatte das Geschäft am Mittwochnachmittag bereits wieder geöffnet. Doch müssen die Wände getrocknet werden, die Regale hätten Wasser gezogen. „Wir haben eine erhebliche Anzahl von Schuhen mit Wasserschaden“, bedauert Sutor. So werde es eventuell einen Räumungsverkauf geben, um dann wieder hochwertige Schuhe anbieten zu können.

Auch das AEZ stand zum Großteil ein bis zwei Zentimeter tief unter Wasser. Nachdem die Feuerwehren mit ihren zehn Wassersaugern und 15 Wasserschiebern gegen 10.30 Uhr fertig waren, begannen die Aufräumarbeiten. Die Mitarbeiter des AEZ seien bis zum Mittag damit beschäftigt gewesen, ihre Ware zu trocknen, auszusortieren und alles dafür zu tun, um die Verkehrssicherungspflicht im Markt gewährleisten zu können, erklärt der AEZ-Geschäftsführer. Dann konnten sie wieder öffnen.

Aldi hoffte noch, am Donnerstag wieder öffnen zu können. Dort stand das Wasser nicht nur am Boden, auch die Decke hatte sich teils vollgesogen. „Bei Aldi ist ziemlich viel Ware betroffen“, meint Vogl. Wer für den entstanden Schaden verantwortlich ist, ist noch ungeklärt. Versicherungen und Gutachter seien verständigt, sagen alle Betroffenen. Es müsse geklärt werden, warum die Rohrverbindung der Kaltwasserleitung auseinandergegangen sei. „Die Leitung war geprüft“, sagt Vogl. Ob es ein Materialfehler oder die mangelnde Leistung des Auftragnehmers gewesen sei, werde sich herausstellen. „Ärgerlich ist es in jedem Fall; die Filiale ist keine vier Wochen alt, und die Kunden haben das Einkaufszentrum gut angenommen“, sagt Fritz Sutor.

Victoria Strachwitz

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