Seltene Einblicke im Gewerbegebiet

Gräfelfing - Fast 3000 Besucher lockte der „Tag der offenen Unternehmen“ ins Lochhamer Gewerbegebiet. 80 Firmen beteiligten sich unter dem Motto „Sich sehen lassen!“.

Trotz Regen und für den Sommeranfang doch sehr niedrigen Temperaturen nutzten viele Würmtaler die Gelegenheit, sich einige Gräfelfinger Unternehmen mal näher anzuschauen. Rund um den Lochhamer Schlag und die Seeholzenstraße standen die Türen weit offen und ließen ansonsten nicht gestattete Einblicke zu.

So etwa bei Elly Seidel. Dort, im zweiten Stock der Gräfelfinger Pralinenmanufaktur, verfolgte der kleine Benjamin mit Feuereifer seine vier selbst gemachten Pralinen auf dem Fertigungsfließband, um dann die süßen Leckerbissen glücklich in Empfang zu nehmen und auf der Stelle zu verspeisen. Bei einem Rundgang konnten die interessierten Besucher selbst Schokoladentafeln kreieren, Pralinen dekorieren und den Konditoren über die Schulter schauen.

Der Zulauf bei Elly Seidl war gerade zu Beginn der Veranstaltung wegen des schlechten Wetters größer als auf den Aktionsflächen draußen. „Es waren noch nicht so viele Interessierte da“, bestätigte Till Gerhard, Marketingchef der Reifenfirma Nabholz und zuständig für die Ausbildung im Unternehmen. „Das kommt aber schon noch“, sagte Gerhard, der drei Bewerber-Workshops für zukünftige Azubis im Angebot hatte. „Einige gute Gespräche gab es bereits.“ Außerdem sei dieses Event eine gute Sache, um mal zu zeigen, wer sich hier im „sonst toten“ Gewerbegebiet angesiedelt habe und welche spannenden Jobs es hier gebe, so Gerhard.

Für Gräfelfinger Firmen, die ihren Standort nicht im Lochhamer Gewerbegebiet haben, hatte der Veranstalter, der AGG Unternehmerverband, Hütten und Stände entlang der Straßen bereitgestellt. „So konnten sich auch diese Unternehmen gut präsentieren“, berichtete AGG-Vorsitzender Ralf Michel. Die Zahl der teilnehmenden Unternehmen habe sich so im Vergleich zur ersten Veranstaltung 2013 verdoppelt.

Neben einigen Neuheiten wie der Musikbühne mit Live-Acts und einer spannenden Krimi-Geocoaching-Jagd, lockte besonders der Mittelaltermarkt. Wer wollte, konnte mit einem handgetriebenen „Riesenrad“, einem Nachbau nach einer Jahrhunderte alten Vorlage aus dem Jahr 1645 eine paar vergnügliche Runden drehen, in einer Mitmach-Werkstatt schnitzen und drechseln oder einem bärigen Schmied zusehen, wie er gekonnt Teile einer Ritterrüstung fertigte.

Ein weiterer Magnet waren die Gelegenheiten zum Abheben in luftige Höhen. So beförderte die Firma Schmidbauer ihre Gäste mit einem Kran zu einem fünfzig Meter hohen Ausguck, während die Freiwillige Feuerwehr Gräfelfings Wagemutige auf der Feuerwehrleiter immerhin 30 Meter nach oben schob.

AGG-Chef Michel zeigte sich am Ende zufrieden mit dem zweiten Tag der offenen Unternehmen. „Klar war das Wetter nicht optimal. Aber wir hatten tolle Besucher.“ Gut angekommen sei beim Publikum besonders, dass für jede Altersklasse etwas geboten gewesen sei. Der Shuttle-Service mit den beiden City-Trains vom Gräfelfinger und Lochhamer Bahnhof in das Gewerbegebiet habe speziell Senioren und Familien mit Kindern eine passende Anfahrts-Alternative geboten.

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