Sicherer Weg zur Heitmeier-Siedlung

- Fachberater Suess: Keine Alternative zu neuer Brücke oder Verbreiterung der alten

Lochham (nik) - Klaus Suess ist in den Gräfelfinger Bauausschuss zurückgekehrt. Allerdings nicht in seiner Funktion als Berater, die der Diplom-Ingenieur lange Jahre ausübte. Suess stellte am Donnerstag eine Standortuntersuchung und Machbarkeitsstudie zu einem Thema vor, das ihn als Berater schon oft beschäftigt hatte: eine zusätzliche Fußgänger- und Radfahrerbrücke zur Verbesserung der Verbindung zwischen Heitmeier-Siedlung und Gräfelfing beziehungsweise Lochham.

Suess kam zu dem Ergebnis, dass man entweder die bestehende Brücke verbreitern oder direkt nebenan eine weitere errichten kann. Alles andere schloss er aus. Die Ausschuss-Mitglieder nahmen es interessiert zur Kenntnis, fassten aber keinen Entschluss. "Der Auftrag stammt noch aus der Zeit, als die Kassen der Gemeinde wesentlich gefüllter waren", sagte Jürgen Lüsch. Er sei schon damals nicht zur sofortigen Umsetzung gedacht gewesen. Der Wunsch nach einer Verbesserung bleibt bestehen.

Die Bewohner der Siedlung klagen seit Jahren über die Gefahren bergende Überquerung der A 96 auf der Brücke der Pasinger Straße. "Es ist ein Wunder, dass es bisher noch nicht zu Unfällen gekommen ist", sagte Suess im Bauausschuss.

Eine Verbesserungsmöglichkeit ist die Verbreiterung der bestehenden Brücke. Auf der Ostseite soll der bestehende Kragarm teilweise abgebrochen und ein neuer anbetoniert werden. Fußgänger und Radfahrer haben statt rund zwei Metern 3,70 Meter Platz. Eine Schutzwand zur Fahrbahn hin erhöht das subjektive Sicherheitsgefühl. Das Büro Suess, Staller, Schmitt veranschlagt die Kosten auf 750 000 Euro.

Mit 870 000 Euro kommt der Bau einer zusätzlichen Brücke teurer. Sie soll ebenfalls auf der Ostseite entstehen. Technisch stelle sie keine großen Anforderungen, so Suess, da die wesentlichen Elemente bereits durch die bestehende Straßenbrücke festgelegt sind. Suess: "Das ist jetzt eine politische Entscheidung."

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