Überprüfungsantrag

Sicherheitsdienst an der Würm

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Sieben Gräfelfinger Gemeinderäte wollen sich mit der Beschlusslage zur Situation am Anger nicht abfinden und drängen weiter auf einen Sicherheitsdienst.

Gräfelfing – Unter Federführung von Walter Frank (CSU) haben die Gemeinderäte den Antrag gestellt, den Ablehnungsbeschluss des Hauptausschusses zur Einstellung eines Sicherheitsdienstes im Gemeinderat zu überprüfen. Dies muss nun laut Gemeindeordnung geschehen.

Wie berichtet, hatte der Bürgerverein Gräfelfing-Lochham (BVGL) beantragt, in der warmen Jahreszeit einen Sicherheitsdienst damit zu beauftragen, im Bereich der Liegewiese und der Würm-Insel am Anger die Grünanlagensatzung der Gemeinde durchzusetzen.

Vor allem stören sich Anwohner an feiernden, lärmenden Gruppen, die am Wochenende bis in die Nacht an der Würm Party machen und Müll hinterlassen – darunter viele Flaschen und Scherben.

Diesen Antrag hatte der Hauptausschuss am 4. Juli nach kontroverser Debatte mehrheitlich abgelehnt und lediglich beschlossen, größere Abfalleimer aufzustellen und es der Verwaltung zu erlauben, nach eigenem Ermessen „gegebenenfalls“ befristet und anlassbezogen einen Sicherheitsdienst zu beauftragen. Diese Vorgehensweise reicht nicht nur den Anwohnern am Anger bei weitem nicht aus, sondern auch mindestens einem Viertel der Gemeinderäte.

Walter Frank berichtete, er sei „erschüttert“ gewesen über die Haufen von Müll, Flaschen und gefährlichen Scherben, die er am letzten Samstag- und Sonntagvormittag entlang der Würm gefunden habe. Frank: „Dort wird harter Alkohol getrunken, mit entsprechenden Folgen.“ Die Scherben seien eine ernste Gefahr beispielsweise für Kinder, da der Bauhof sie nicht verlässlich alle aufsammeln könne. „Hier muss unser Hausrecht als Gemeinde durchgesetzt werden.“

Außer Frank unterschrieben den Überprüfungsantrag die Gemeinderäte Günter Roll und Florian Ernstberger (BVGL), Marion Appelmann, Doris Unterreitmeier und Thomas Heidenreich (CSU) sowie Jörg Scholler (FDP).

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