So sieht das Jubiläumsprogramm aus

Gräfelfing - Kosten von einer Million Euro, Festzelt mit Wiesn-Ausmaßen, weit über 100 Veranstaltungen über das ganze Jahr: Die Gemeinde Gräfelfing will ihren 1250. Geburtstag heuer groß feiern.

Höhepunkt ist die Festwoche Ende Juni. Was haben das Gaudi-Hunderennen für alle Rassen, die Cocktail-Night der Pfarrei St. Stefan und der Kinderfasching der Lochhamer Laien-Bauern-Bühne gemeinsam? Sie finden jedes Jahr statt. Und sie stehen auf dem gestern an alle Gräfelfinger Haushalte verteilten Flyer, der das Programm des ersten Jubiläums-Halbjahres zusammenfasst. Denn 2013, das bedeutet für die Gräfelfinger: Alles für das Jubiläum.

Selbstredend besteht der Veranstaltungsmarathon, den Sabine Strack im Gräfelfinger Rathaus managt, nicht vor allem aus anlässlich des Jubiläums verbrämten Gewohnheitstreffen. Fast alle gesellschaftlichen Gruppen fühlten sich angesprochen, ihre Kreativität in außerordentliche Projekte fließen zu lassen.

Hervorzuheben ist etwa das Projekt-Seminar des Kurt-Huber-Gymnasiums, das „Meilensteine Gräfelfings“ erarbeitet hat und öffentlich präsentiert: Metall-Stelen mit Bildern und Texten zur Ortsgeschichte werden entlang eines Rundgangs im Bereich der Bahnhofstraße Passanten und Besuchern die Augen für die wechselhafte Geschichte der Gartenstadt öffnen (ab 24. Juni).

Die örtlichen Kirchengemeinden laden am 15. Juni zur ersten „Nacht der offenen Kirchen“ ein. Kurzweil verspricht die 333-Minuten-Oldtimer-Rallye, die am 9. Juni in Gräfelfing die Zieleinfahrt haben wird und einen Parcours durch die Gemeinde zurücklegt. Die Schützengesellschaft Würmtaler I. lädt am 16. März erstmals zu einem „Volksschießen“ in ihre Anlage beim TSV Gräfelfing ein. Feuerwehr und Malteser bieten am 11. Mai eine gemeinsame Showübung an (Neurieder Weg).

Durch das ganze Jahr ziehen sich zudem interessante Vorträge zu kulturellen, historischen und gesellschaftspolitischen Themen. Bereits am 28. Februar (20 Uhr, Bürgerhaus), spricht Merkur-Verleger Dr. Dirk Ippen, der selbst in Gräfelfing lebt, über „Die Zukunft der Tageszeitung im Internetzeitalter“.

Den Gräfelfinger Forscher Dr. Max Dieckmann und seine „luftelektrische“ Station würdigt Dipl.-Ing. Rudolf Schmid in seinem Vortrag „Zeppelin über Gräfelfing“ (9. März). Weitere Vorträge befassen sich mit der Schönheit der Villenkolonie oder der „Revolution in Gräfelfing“.

Einen Löwenanteil der Veranstaltungen bieten die Kunstschaffenden der Gemeinde auf - etwa mit der „Kunstzone Gräfelfing“ des Kunstkreises: Kunstwerke örtlicher Schöpfer sind entlang eines Kunstparcours zu bestaunen (15. Juni bis 31. Juli). KHG-Schüler führen das Theaterstück „Die weiße Rose“ auf (6. Juni), ein Vortrag bereitet am 4. Juni auf die große Carmina-Burana-Vorstellung des Gräfelfingers Carl Orff mit drei Würmtaler Chören, dem Daimler-Orchester und einer Choreographie vor (8. Juni, Open-Air-Bühne am Eichendorffplatz).

Sabine Strack verweist darauf, dass alle Veranstaltungen (außer Spider-Murphy-Konzert) kostenlos zu besuchen sind, nach dem Motto: „Die Gemeinde lädt die Bürger zum Feiern ein.“ Die Jubiläumsanstecker und eigens geprägten Silber-Gedenkmünzen können freilich nur einen bescheidenen Beitrag zur Refinanzierung leisten.

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