Künftig nur noch Automaten-Standort: die Sparkassen-Filiale in Neuried.
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Künftig nur noch Automaten-Standort: die Sparkassen-Filiale in Neuried.

Kraillinger Geschäftsstelle schließt

Sparkasse dünnt Würmtaler Filialnetz aus

  • Peter Seybold
    vonPeter Seybold
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Die Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg schließt ihre Filiale in Krailling und wandelt die in Neuried in eine reine Selbstbedienungsfiliale um. Die Entscheidung sei in den letzten Wochen gefallen und habe nur indirekt mit der Coronakrise zu tun, so eine Sprecherin.

Krailling/Neuried – Insgesamt zwölf Standorte, darunter die Filialen in Neuried sowie Aschheim, Aying, Hohenschäftlarn, Putzbrunn, Berg und Feldafing, wandelt die Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg ab sofort in Selbstbedienungsgeschäfte mit Automaten, aber ohne Schalter, um. „Bei der Auswahl dieser Standorte hat sich die Kreissparkasse vor allem an der Kundenanzahl und -frequenz in der jeweiligen Filiale orientiert. Hinzu kamen Faktoren wie die erwartete Entwicklung für die kommenden Jahre“, erklärt Sprecherin Kerstin Brehm. Neurieder Sparkassenkunden können in ihrer Gemeinde künftig somit nur noch auf Automaten zurückgreifen. In der Forstenrieder Straße gibt es kein Personal mehr.

Kraillinger Filiale schließt

Die Kraillinger Filiale wird mit der in Planegg zusammengelegt, der Geschäftsraum an der Luitpoldstraße aufgegeben. Abgesehen von dem Standort in Haar ist dies die einzige Filiale, die die Sparkasse schließt. Die Würmtaler Standorte trifft es, da es sich bei beiden um kleine Filialen handle. Außerdem sei Krailling sehr nah zu Planegg, wo die Sparkasse eine große Geschäftsstelle unterhalte, erklärt Sprecherin Marion Pinzka. Die Schließung und Umwandlung sei jüngst entschieden worden und habe noch nicht festgestanden, als vor wenigen Monaten der Briefkasten der Neurieder Filiale abgeschafft wurde. Die Umstellung gilt ab sofort. Die aufgrund des Lockdowns geschlossenen Filialen werden nicht wieder öffnen.

Entscheidung nicht aufgrund von Coronakrise

Mit der Corona-Ausnahmesituation habe die Entscheidung nur sehr indirekt zu tun, so Marion Pinzka. „Wir merken schon seit längerer Zeit, dass immer mehr Kunden ihre Bankgeschäfte online erledigen und nicht mehr in unsere Filialen und Geschäftsstellen gehen. Dieser Trend hat sich durch Corona natürlich verstärkt.“ Die Entscheidung sei aber nicht direkt aufgrund von Corona gefallen.

Mitarbeiter wechseln in andere Filialen oder Telefon-Servicecenter

„Uns ist es natürlich auch weiterhin überhaupt nicht egal, wie unsere Kunden zu unseren Beratern kommen. Unser telefonisches Servicezentrum kann alle Aufträge wie Überweisungen und Kontostand auch erledigen. Dazu gibt es die Möglichkeit zum Online-Banking und dem Postversand von etwa Überweisungen“, betont Pinzka. Für persönliche Beratungen könnten die Geschäftsstellen in Gräfelfing, Planegg und Gauting genutzt werden. Die bisherigen Kraillinger und Neurieder Mitarbeiter wechseln in andere Filialen oder in das Telefon-Servicecenter. „Gewachsene Beziehungen“ zwischen Beratern und Kunden sollen dadurch möglichst erhalten bleiben.

38 Filialen und 53 SB-Stellen

Kerstin Brehm betont: „Mit 38 Filialen und Geschäftsstellen sowie 53 SB-Stellen verfügt die Kreissparkasse auch weiterhin über ein enges Standortnetz in der Region.“

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