Sparzwang des Landkreises bedroht das Buskonzept Würmtal

- Wenigstens eine Linie spät abends bis zur U-Bahn halten

VON CLAUDIA ROTHHAMMER Neuried - Das Würmtaler Buskonzept kann sich sehen lassen. Noch. Wenn es nach dem Landkreis München und dem MVV geht, ist das bald Vergangenheit. Der Landkreis zückt den Rotstift. Jetzt hängt es an den Würmtalgemeinden, wie attraktiv der Nahverkehr bleibt. Die Neurieder Gemeinderäte sind jedenfalls mit den Sparvorschlägen des Kreises nicht einverstanden. Dennoch wird es Einsparungen bei der Linie 269 geben und bei der Linie 260 oder 267. Letzteres hängt von der Gemeinde Planegg ab, die das Busspar-Konzept nächste Woche beraten wird.

Wenn es nach dem Kreisausschuss geht, werden die Taktzeiten ausgedünnt. Außerdem sollten die Busse nur noch bis 22 Uhr, samstags bis 20 Uhr und sonntags bis 19 Uhr fahren. Danach nicht mehr. "Dann geht um 22 Uhr das Licht aus in Neuried", meinte Wolf Strehler (FW) süffisant in der Bauausschuss-Sitzung, in dem die Sparvorhaben des Kreisausschusses diskutiert wurden. Wie sollen die Pendler dann von der Fürstenrieder U-Bahnstation nach Hause kommen? Das Gremium war sich einig, dass wenigstens eine Linie spät abends die Strecke Fürstenried-Planegg fahren sollte. Entweder die Linie 260 oder 267.

Neuried favorisiert die Linie 260, da sie über die Ammerseestraße fährt. Entscheidet sich Planegg in der Sitzung nächste Woche aber für die andere Linie, wollen die Neurieder auch das akzeptieren. Hauptsache, die Nachtschwärmer kommen nach Hause. Die Fahrten nach 22 Uhr werden die Gemeinden finanzieren müssen.

Hinnehmen will Neuried auch keine Taktausdünnung. Der MVV aber schlug zur Kosteneinsparung vor, die Fahrpläne der Buslinien 260 und 261 zu ändern. Der 260er, für die Neurieder "der Schulzubringer", hat werktags einen 20-/40-Minuten Takt, die Linie 261 fährt alle 20 Minuten los. Geplant ist auf beiden Strecken der 40-Minuten-Takt, fürs Wochenende der 60-Minuten-Takt. Da die Linien eine unterschiedliche Strecke fahren, würde in Neuried werktags nur alle 20 Minuten, am Wochenende alle 30 Minuten ein Bus durchfahren. Schon allein wegen der Schüler, die nach München oder Planegg müssen, lehnte der Neurieder Bauausschuss die Änderungen ab.

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