Till Gerhard (vorne) aus Gräfelfing, der den Sixt-Lastwagen fuhr, beim Abladen der im Würmtal gespendeten Elektrogeräte in Hengersberg mit DRK-Helfern aus Hessen. fkn

Spendenflut für Flutopfer

Gräfelfing - Die Spendebereitschaft der Gräfelfinger hat die Initiatoren der Elektrogeräte-Sammelaktion überrascht. Nach vier Tagen war der Container voll, die Aktion musste vorzeitig beendet werden.

Waschmaschinen, Trockner, Kühlschränke, Fernseher und jede Menge elektrische Kleingeräte haben Bürger innerhalb weniger Tage am Bauhof abgegeben. Nicht nur Gräfelfinger folgten dem Aufruf von Initiatorin Harriet Ammann und der Gemeinde Gräfelfing, sondern auch Menschen aus Planegg, Neuried oder Großhadern.

Die Geräte sollten direkt Flutopfern in den bayerischen Hochwassergebieten zugute kommen, die ihren Hausstand verloren haben. Auf diese Weise sollte dazu beigetragen werden, dass diese Familien zumindest nicht alles auf einmal neu kaufen müssen.

Die Idee fand nicht nur in der Bevölkerung großen Anklang. Auch Firmen zeigten sich großzügig. Nicht zuletzt die Firma Sixt, die einen Zwölftonner samt Sprit für den Transport bereitstellte - allerdings ohne Fahrer.

Diesen Job übernahm kurfristig Till Gerhard, Mitglied der Geschäftsleitung von Reifen Nabholz in Gräfelfing. Am Freitag nahm er extra einen Tag Urlaub, setzte sich ans Steuer des Lastwagens und fuhr in Begleitung von Harriet Ammann Richtung Deggendorf los. Zuvor hatten viele fleißige Helfer die Geräte transportsicher in über 50 Kartons verpackt und verladen.

Bereits am Mittwoch vor einer Woche hatten die verantwortlichen Stellen in Deggendorf signalisiert, dass die Lagerkapazitäten ausgereizt seien. Dies trug dazu bei, die ursprünglich auf eine Woche angesetzte Sammelzeit in Gräfelfing zu verkürzen - und zu einer kleinen Planänderung: „Wir haben die Sachen dem BRK in Hengersberg bei Deggendorf übergeben, zum Verteilen in der ganzen Region. Die waren so glücklich“, sagt Harriet Ammann. Till Gerhard fuhr mit dem Zwölftonner den ganzen Tag über zusätzliche Hilfsgüter vom örtlichen Bauhof zur Sammelstelle in der Ortsmitte.

Organisatorin Ammann zieht eine positive Bilanz: „Ich danke allen Spendern. Es sind sehr viele, gute Markenprodukte abgegeben worden. Diese Aktion hat für viele Menschen die Folgen der Flutkatastrophe zumindest etwas abgemildert.“

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