Stets den Menschen zugewandt

Gräfelfing - St. Stefan und Gräfelfing verabschieden Pfarrer Anton Schönauer.

Mit einem bewegenden, würdigen Festgottesdienst und einem fröhlichen Fest auf der Pfarrwiese hat die Pfarrgemeinde St. Stefan gestern ihren Pfarrer Anton Schönauer verabschiedet.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Thomas Heidenreich traf ins Schwarze, als er zur Eröffnung des Festes an den Baum erinnerte, den die Pfarrjugend bei Anton Schönauers Amtsantritt vor 20 Jahren im Pfarrgarten gepflanzt hatte. Heidenreich: „Der Baum hat nicht nur Früchte getragen, er hat auch Wurzeln geschlagen.“ Pfarrer Anton Schönauer habe in den zwei Jahrzehnten seines Wirkens in Gräfelfing Einsatz für die Menschen gezeigt. Wie viele ihn lieb gewonnen hätten, zeige die große Teilnahme mit Hunderten Besuchern bei Gottesdienst und Fest. In der Tat bildete die Festgemeinde die Gräfelfinger Gesellschaft nahezu lückenlos ab, darunter Vertreter der Vereine, der Gemeinde Gräfelfing und der benachbarten Kirchengemeinden.

Bürgermeisterin Uta Wüst sagte, die Reihung von Gottesdienst und Fest gebe die Amtsauffassung von Anton Schönauer gut wieder: Verkündigung und Miteinander. Sein Vorhaben bei Amtsantritt, „die Menschen zusammenzubringen“ sei ihm trefflich geglückt. Dabei habe es keinen „Dienst von der Stange“ gegeben, sondern eine sehr persönliche Hinwendung, nicht nur in Gottesdiensten und an Festtagen, sondern auch gerade im seelsorgerlichen Gespräch.

Pfarrer Walter Ziermann von der evangelischen Friedenskirche würdigte den „Theologen mit klarem Profil, den Menschen nah zugewandt“. Zugleich habe Anton Schönauer „ökumenische Weite und Verständnis für unterschiedliche Frömmigkeitsprägungen“ bewiesen.

Kirchenpfleger Horst Juppe dankte Pfarrer Schönauer ebenfalls in einer kurzen Ansprache und überreichte die Abschiedsgeschenke der Pfarrgemeinde: Eine Nachbildung der Antonius-Statue aus dem Pfarrheim in Form eines Bronze-Reliefs, ein Buch über Ausflugsziele rund um München und ein Navigationsgerät, damit der Herr Pfarrer jedes Ziel gut erreiche.

Zwischen weiteren Grußworten und Darbietungen wie einem Ständchen des Kindergartens St. Stefan sorgte das Quartett „Gautinger Blech“ für den musikalischen Rahmen. Auch die Organisation des Festes zeigte, dass ganz Gräfelfing bereitwillig Hand angelegt hatte, um Anton Schönauer würdig zu verabschieden. Die Malteser kümmerten sich ums Catering, Doemens hatte Bier gestiftet, von der Gemeinde stammten Biertische, Buden und Bühne. So wurde auch auf diese pragmatische Weise deutlich, dass mit Anton Schönauer ein beliebter Gräfelfinger die Gemeinde verlässt.

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