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Dem Altenheim Maria Eich soll im Süden oder Osten eine Anlage für betreutes Wohnen angegliedert werden.

Caritas-Altenheim Maria Eich soll erweitert werden

Betreutes Wohnen in Krailling geplant

Krailling  - Das Altenheim Maria Eich in Krailling soll durch eine Anlage für betreutes Wohnen erweitert werden. Die Caritas und die Charlotte-und-Hermann-Schober-Stiftung wollen das Projekt gemeinsam verwirklichen.

Krailling – Mit der Zunahme der durchschnittlichen Lebenserwartung steigt auch der Bedarf an Wohnformen, in denen Menschen leicht und schnell Unterstützung finden. „Betreutes Wohnen kommt dem Wunsch älterer Menschen entgegen, selbstbestimmt zu leben, solange es möglich ist, und dabei die Gewissheit zu haben, im Notfall auf die Kompetenz und Fürsorge eines angeschlossenen Altenheims zurückgreifen zu können“, heißt es in einem Schreiben der Charlotte-und-Hermann-Schober-Stiftung an die Gemeinde. In Krailling fehlt ein derartiges Angebot bis dato – obwohl in der Gemeinde schon heute 27 Prozent der Bevölkerung älter als 65 Jahre sind, Tendenz weiter steigend. Die Schober-Stiftung bietet nun an, an der Rudolf-von-Hirsch-Straße in unmittelbarer Nähe des Altenheims Maria Eich zirka 40 seniorengerechte Mietwohnungen mit dazugehörigen Stellplätzen zu schaffen. Die Trägerschaft will man der Caritas übertragen. Die Stiftung, in deren Kapitalstock das Eigenvermögen der 2008 verstorbenen Charlotte Schober, Tochter eines der beiden Webasto-Gründer, eingeflossen ist, unterstützt seit Jahren hilfsbedürftige Menschen im Würmtal.

Im Gemeinderat stieß das Vorhaben auf positive Resonanz. „Der Bedarf ist da. Wir sollten das Projekt auf alle Fälle unterstützen“, sagte Karin Wolf (UWK). Die Nähe zum Altenheim sei „sehr, sehr wertvoll“, meinte auch Dietlind Freyer-Zacherl (FBK). So könnten Senioren auch mal ein Essen aus dem Altenheim bekommen.

„Die Stiftung würde sehr gerne in eine Immobilie in Krailling investieren“, erklärte Eleonore Zwißler, CSU-Gemeinderätin und Vize- Vorsitzende des Stiftungsrates. Das dem Gräfelfinger Altenheim St. Gisela angegliederte betreute Wohnen habe sich als ein Erfolgsmodell erwiesen, so Zwißler. Voraussetzung für eine Umsetzung in Krailling sei natürlich, dass Baron von Hirsch als Grundeigentümer mitmache. Für das Projekt sollen 4000 bis 5000 m2 südlich oder östlich (Richtung TV-Sportplatz) des Altenheims als Bauland ausgewiesen werden. Die Flächen sind bewaldet, es handle sich aber, wie Freyer-Zacherl betonte, nicht um „Naturschutzwald“. Imme Kaiser (Grüne) plädierte dafür, den Umgriff des Planungsgebiets gleich größer zu fassen.

Der Gemeinderat kam einstimmig überein, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Erweiterung des Altenheims in die Wege zu leiten und einen Bebauungsplan aufzustellen.

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