TV Stockdorf: Rauferei auf dem Fußballplatz

Stockdorf - Beim Spiel des TV Stockdorf gegen den BVTA Fürstenfeldbruck ist es kurz vor Ende der Partie zu Handgreiflichkeiten gekommen. Ein BVTA-Spieler ohrfeigte einen Stockdorfer Fußballer - mit Folgen. 

Wenn die eigene Mannschaft in der letzten Minute eine Großchance zum Sieg vergeigt, ist man als Fußballtrainer enttäuscht. Nicht so Robert Frank. Dem Coach des TV Stockdorf fiel ein Stein vom Herzen, als sein Team am Donnerstag beim vorgezogenen Spiel gegen den BVTA Fürstenfeldbruck in der 92. Minute eine klare Chance zum Siegtreffer vergab und es beim 3:3 blieb. „Hätte der Schuss gesessen, dann wäre die Situation eskaliert“, sagt Frank. „Als der Ball auf das Fürstenfeldbrucker Tor zugeflogen ist, war ich wie erstarrt und habe gehofft: Geh’ bitte nicht rein.“ Kurz zuvor hatte der Unparteiische das Spiel wegen einer wüsten Keilerei für mehrere Minuten unterbrechen müssen.

In den ersten 45 Minuten verlief die A-Klassen-Partie in ruhigen Bahnen. Die Stockdorfer lagen durch mehrere Unkonzentriertheiten mit 1:3 in Rückstand. Nach der Pause steigerte sich die Frank-Elf zusehends und konnte den Rückstand verkürzen. Als Johannes Weidl in der 86. Minute zum 3:3 traf, brachen bei den Gästen, die zuvor schon wegen überharten Einsteigens und Meckerns eine gelb-rote Karte gesehen hatten, sämtliche Dämme.

Nach einem extrem harten Foul in der 89. Minute zeigte der Schiedsrichter einem BVTA-Spieler ebenfalls Gelb-Rot. Daraufhin brannte bei einem seiner Mitspieler eine Sicherung durch, und er schlug Stockdorfs Sascha Kopany mit der Faust ins Gesicht. Es entwickelte sich eine Rangelei, an der Zuschauer und Spieler beteiligt waren. Schiedsrichter Hansjürgen Rinske versuchte die Wogen zu glätten und die Streitparteien zu trennen, was ihm dann auch gelang. Auch Spieler der Gäste bemühten sich um Deeskalation. „Ausschlaggebend für die Rudelbildung war die Tätlichkeit des BVTA-Spielers“, sagte Rinske auf Anfrage. „Die Stockdorfer waren harmlos und haben nicht eine gelbe Karte bekommen.“ Als sich die Gemüter beruhigt hatten, pfiff der Unparteiische die Partie in der 90. Minute wieder an. Dann bekam Stockdorf die große Chance zum Sieg.

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