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„Von wegen abgekupfert“: Markus Möginger hat für den Namen seines Imbisses sein Geburtsjahr verwendet.

Streit um die Currywurst

Gräfelfing - Es geht um die Wurst: Der Berliner Currywurst-König Lutz Stenschke vom Imbiss „Curry 36“ macht dem Gräfelfinger „Curry 85“ von Markus Möginger (27) den Namen streitig.

„Völlig aberwitzig“, findet  Möginger. „Der Typ hat keine Chance!“ Stenschke (55) fordert laut Berliner Kurier, Möginger solle seinen Imbiss umbenennen. In dieser Sache hat Stenschkes Anwalt auch bereits mehrere Briefe an Möginger geschrieben. Aus juristischer Sicht geht es darum, wer die Namesrechte an der Kombination Curry und Zahl hat.

Warum der Berliner Budenbesitzer darauf besteht, dass er seinen Imbiss an der Pasinger Straße 94 in Gräfelfing umbenennen soll, versteht Möginger nicht. „Wer soll uns denn verwechseln und aus Versehen in München statt Berlin seine Currywurst essen.“

Der Münchner hat sich mit seinem Imbiss in einem verchromten Bus einen Lebenstraum verwirklicht: „Bekannte boten mir den Silbertrailer von 1970 an, dann war auch noch in Gräfelfing der Stellplatz frei.“ Also hat er 65 000 Euro locker gemacht und den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. Inzwischen ist sein verchromter Imbiss gut angelaufen. Den Namen „Curry 85“ hat er sich sogar patenrechtlich schützen lassen. Möginger: „Von wegen abgekupfert. Die 85 ist mein Geburtsjahr.“

Stenschke hat in Sachen Namensstreit schon Routine. Er hatte gegen einen anderen Berliner Wurstbrater geklagt – doch der Rechtsstreit gegen „Curry Sixtysix“ ging verloren. Curry mit einer zweistelligen Zahl ist deutschlandweit eine beliebte Kombination . In München gibt’s etwa das Curry 73 von Star-Koch Holger Stromberg (39), der auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft verpflegt. In seinem Lokal ist man auf einen Streit vorbereitet. „Das gibt es öfters, dass man versucht, mit Unterlassungen schnelles Geld zu machen“, sagt Geschäftsführerin Nikita Simunowic (35).

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