Streit um Qualitätsstein

- Kindergartenbau: Gemeinde einigt sich außergerichtlich

VON CLAUDIA ROTHHAMMER Neuried - Ob der Neurieder Kindergarten am Kraillinger Weg rechtzeitig fertig wird, ist fraglich. Bürgermeisterin Ilse Weiß: "Es wird schwierig." Denn mit einer Firma hat die Gemeinde Ärger, und unter anderem tauchten bei der Verlegung elektrischer Leitungen Probleme auf. Bauamtsleiter Peter Müsch ist optimistisch: "Wir sind auf dem Weg, den Zeitplan einzuhalten."

Müsch schilderte in der Bauausschuss-Sitzung die Probleme beim Bau. Da die Außenwände sehr hoch seien, habe man in der Ausschreibung festgehalten, dass man einen bestimmten Qualitätsstein haben will. Die Firma mit dem preiswertesten Angebot bekam den Zuschlag. Doch schon bald gab es Ärger. Der Unternehmer hatte seine Kalkulation mit einem preiswerteren Stein aufgestellt. Für ihn sei die Forderung nach dem besonderen Stein in der Ausschreibung nicht richtig rübergekommen, berichtete Müsch. "Gebaut worden ist aber mit dem Stein, auf den wir bestanden haben", beruhigte Müsch.

Allerdings fordert der Unternehmer nun die Mehrkosten, die er für den Qualitätsstein bezahlen muss, von der Gemeinde. "Wir haben gesagt, dass ist nicht unser Problem", gab Müsch wider. Der Unternehmer bestand aber auf 261 Euro pro Kubikmeter Stein. Nachdem Rechtsanwälte eingeschaltet worden waren, einigten sich beide Seiten auf den Bruttopreis von 150 Euro pro Kubikmeter. Das macht Mehrkosten von 3863 Euro aus. "Wenn es vor Gericht geht, könnte es teurer für uns werden", sagte Müsch. Das sahen auch die Gemeinderäte so und genehmigten den Mehrpreis. "Abgerechnet wird aber erst am Schluss und dann sehen wir, ob wir insgesamt wirklich so viel mehr zahlen müssen", erläuterte Müsch auf Anfrage.

Weniger zeitliche als technische Probleme gab es bei der Verlegung von Kabeln. Da jetzt mehr Meter verlegt werden mussten, genehmigte der Bauausschuss auch den Kostennachtrag von 2700 Euro.

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