Mann zeigt auf  UV-Virenfilter
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„Wer zu uns kommt, kann sich sicher fühlen“: Bürgerhaus-Chef Jan Konarski praktiziert ein komplettes Hygiene-Konzept und ließ auch UV-Virenfilter installieren.

Landratsämter setzen Vorgaben der Staatsregierung am Wochenende um

Strengere Corona-Regeln ab Sonntag

  • Peter Seybold
    vonPeter Seybold
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Die Corona-Regeln für das Würmtal ändern sich weiter: Am Samstag gelten noch die Allgemeinverfügungen, die die Landkreise München und Starnberg unter der Woche erließen. Ab diesem Sonntag werden die Regeln der Bayerischen Staatsregierung, die Ministerpräsident Markus Söder am Donnerstag bekannt gab, im Landkreis Starnberg in einer neuen Verfügung umgesetzt. Im Landkreis München wartete man am Freitag auf die Informationen der Staatsregierung, um dann, wie Sprecherin Franziska Herr sagte, „sofort tätig zu werden“. Offen ließ sie, wann die neuen Vorgaben umgesetzt seien.

Würmtal - Die bisherigen Allgemeinverfügungen der Landratsämter sehen für eine 7-Inzidenz zwischen 35 und 50, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, zum einen vor, dass bei Veranstaltungen „mit nicht beliebigem Teilnehmerkreis“ wie Hochzeiten und Vereinssitzungen drinnen 50 Teilnehmer erlaubt sind, draußen 100. Bei Feiern in privaten Räumen dürfen 25 Personen dabei sein. Schüler ab der fünften Klasse müssen auch im Unterricht eine Maske tragen, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Auch Betreuer in Kindereinrichtungen müssen eine Maske tragen. Des Weiteren empfehlen die Landratsämter dringend, dass sich im öffentlichen Raum und in der Gastronomie nur Mitglieder zweier Haushalte oder maximal fünf Personen treffen. Besuche in Altenheimen oder Krankenhäusern sollen auf eine Person täglich zu fester Zeit beschränkt sein.

„Wir haben nun am Freitag die neuen Regeln der Staatsregierung erhalten, die alle Landratsämter in eigene neue Verfügungen umsetzen“, erklärt Christian Kröck, Sprecher des Landratsamtes Starnberg. Ab Sonntag sind, weil die 7-Tage-Inzidenz in beiden Landkreisen zwischen 35 und 50 liegt, im Würmtal private Feiern auf zehn Personen oder zwei Haushalte begrenzt. Ab 23 Uhr gelten ab Sonntag im Würmtal eine Sperrstunde, Alkoholverkaufsverbot an Tankstellen sowie ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Auf solchen Plätzen, wie etwa Fußgängerzonen, und bei Veranstaltungen herrscht generell eine Maskenpflicht. Sollte die Zahl der neuen Corona-Fälle innerhalb von sieben Tagen auf mehr als 50 pro 100 000 Einwohner steigen, kommen Sperrstunden und Alkoholverbot ab 22 Uhr, private Feiern werden auf fünf Personen oder zwei Haushalte begrenzt.

Tägliches Regel-Update in Würmtaler Einrichtungen

Würmtaler Einrichtungen informieren sich täglich zu den Regeln. Im Gräfelfinger Bürgerhaus stehen bis Ende Oktober vier Veranstaltungen an, dann erst wieder eine am Freitag, 20. November. Der Vhs-Vortrag zum Thema Sterben, ein Streichsextett-Konzert, das Liedertheater „Der singende und klingende Bauernhof“ sowie das Konzert des Amadis-Quartetts „finden Stand Freitag wie geplant statt“, sagt Bürgerhaus-Leiter Jan Konarski – es komme aber auf die weitere Entwicklung an. Sollte die erlaubte Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen auf weniger als 50 sinken, würde Konarski mit den Künstlern und Referenten sprechen, wie verfahren wird und ob ein Termin ausfallen muss. „Unsere letzten Veranstaltungen waren gut besucht. Wer zu uns kommt, kann sich sicher fühlen“, sagt Jan Konarski.

Im Planegger Feodor-Lynen-Gymnasium „herrscht normaler Vollbetrieb, es sind alle Klassen da“, sagt Direktor Matthias Spohrer. Auch die achte Klasse und Ethik-Mitschüler, die aufgrund eines Corona-Falls in Quarantäne waren, sind wieder in der Schule. „Über Klassenaufteilungen und andere Maßnahmen entscheidet stets das Gesundheitsamt, nicht wir“, betont Spohrer. So ist offen, wie sich die weitere Situation am FLG entwickelt. Alle Schüler tragen auch im Unterricht Masken. „Daran halten sich alle ganz toll“, sagt Spohrer, der trotzdem davon ausgeht, „dass es bei uns nicht bei diesem einen Corona-Fall bleiben wird“.

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