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Charmant, musikalisch, spontan: Die drei Künstlerinnen wandelten zwischen Parodie und großer Glamour-Show.

Abschiedskonzert der String of Pearls

Ein mitreißendes Feuerwerk

Planegg - Countrysongs, Gospels und Glen Miller: Ein schier grenzenloses Repertoire haben die String of Pearls, derzeit Jingle Pearls, am Nikolausabend geboten.

Seit über fünfzehn Jahren begeistern Julia von Miller, Ruth Kirchner und Ricarda Kinnen gemeinsam mit Pianistin Beatrice Kahl ihr Publikum. Jetzt hören sie auf, und mit ihrer Abschiedstournee haben sie sich passend zur Weihnachtszeit einen besonderen Wunsch erfüllt. Die schönsten Lieder ihrer vergangenen Programme mischen sie mit vorweihnachtlichen Schneeflocken und überzeugen dabei wie immer mit großartigen Stimmen und perfektem Gesang.

Charme, Musikalität und Spontaneität – das ist es, was diese drei Künstlerinnen auszeichnet, und das haben sie auch an diesem Abend wieder meisterhaft bewiesen. Dabei setzen sie genauso auf Altbewährtes wie die Interpretation bekannter Hits wie auf die komödiantischen Einlagen, die das Publikum im voll besetzten Kupferhaus mitreißen.

Ob da „Laras Lied“ aus dem Schmachtfilm Dr. Schiwago gegurgelt wird, ob Schlagerlegenden wie „Am Tag, als der Regen kam“ geschmettert werden oder ob die drei heiligen Königinnen mit ihrem humoristischen Markenzeichen „Entertainment a la Rat Pack“ sich blitzartig von der lässig swingenden Combo mit „Sunny Side oft the Street“ in eine afrikanische Truppe verwandeln, die sämtliche Zuschauer mit „Miriam Makeba“ zum Hüftschwung und Mitsingen animiert: das Ergebnis ist immer faszinierend. Allein die Optik sorgt schon für Raunen, ganz egal, ob die wohlproportionierten Damen glamourös im roten Abendkleid antreten oder auch im glitzernden schwarzen Dress in eleganten Posen schwelgen, sie wirken stets reizvoll und bieten ein Feuerwerk an mitreißenden Melodien, Tanzeinlagen und zwischendurch eingestreutem Humor. Oft wandeln sie auf dem schmalen Grat zwischen Parodie und großer Glamour-Show nach amerikanischem Vorbild, würden auch in jedem Offizierskasino glänzen, und wenn sie dann über den Dekorationswahn in den „Verunglimpften Staaten“ philosophieren, wo Lichterketten schon mal 500 Kilometer lang seien und auf das Energie sparen gesch… werde, dann sorgen sie für große Heiterkeit in den Zuschauerrängen.

In Anlehnung an Helene Fischer gibt’s „Bratenlos durch die Heilige Nacht“, und wenn schließlich Weihnachten als „Geiselhaft im Kreis der Lieben“ stattfindet, dann treiben sie die überraschenden Schwankungen, mit denen sie in herrlicher Respektlosigkeit die Ikonen der aktuellen Unterhaltungsmusik an den Pranger stellen, auf die Spitze. Oft gehörte Ohrwürmer enden nicht selten in urkomischen Dimensionen und sorgen dabei stets für eins: beste Unterhaltung.

Martina Scheibenpflug

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