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Gleisbauarbeiten beendet: Ab kommender Woche sollen die ersten Züge zum Tanklager rollen.

Aus profitablen Gründen

Tanklager-Eigentümer zieht nach Krailling

Die Firma Krailling Oils Development hat ihre vorläufigen Pläne für das Tanklager vorgestellt. Das Unternehmen ist nun ins Würmtal gezogen.

Krailling – Das Kraillinger Tanklager soll bleiben, was es ist: ein Tanklager. Die neue Eigentümerin „Krailling Oils Development“ hat ihren Sitz am Donnerstag von Pullach ins Würmtal verlegt und suche nun Mitarbeiter, konkret Sicherheitskräfte. Das erklärte Professor Skusa, Anwalt der neuen Eigentümerin des Kraillinger Tanklagers, am Freitag im örtlichen Rathaus. „Wir haben uns Gedanken gemacht, wie man es profitabel betreiben kann“, sagte er. So weit, so klar. Wie genau die Pläne für die künftige Nutzung des Geländes aussehen, sagte er allerdings nicht. Derzeit seien er und Geschäftsführerin Katerina Radostová damit beschäftigt, die Vorbereitungen für die Auslagerung des sich in den Tanks befindlichen Kraftstoffs nach Tschechien zu treffen. „Unser Fokus ist auf die nächsten sechs Monate gerichtet“, sagte Skusa. Wie berichtet, verpflichtete sich „Krailling Oils Development“, den eingelagerten Kraftstoff an den tschechischen Staat zu liefern, als sie das Tanklager aus der Insolvenzmasse der Viktoriagruppe AG kaufte.

Besonders Germerings Oberbürgermeister Andreas Haas zeigte sich am Freitag erleichtert, dass die Auslagerung per Bahn erfolgen soll. Maximal zwei Züge die Woche, die nur tagsüber unterwegs sein sollen, fanden seine Zustimmung. Wie es aber nach den sechs Monaten weitergehen wird, die die Auslagerung dauern soll, wurde nicht ganz klar. Ob Flüssiggas Bayern künftig Mieter auf dem Gelände bleiben wird? „Bisher ist geplant, den Mietvertrag fortzusetzen“, sagte Skusa.

Radostová, die als Anwältin eigentlich auf Sportrecht spezialisiert ist, soll noch einen Geschäftsführer an die Seite bekommen, hieß es. Das Fachwissen, was den Betrieb eines Tanklagers betrifft, komme derzeit aus dem Kreis der Gesellschafter. Zu diesem gehöre unter anderem Vojtech Csabi , der zu Beginn auch Geschäftsführer der „Krailling Oils Development“ war, so Radostová. Dieser sei Geschäftsführer und Gesellschafter der tschechischen Firma FAU, ein Unternehmen, das mit Erdölprodukten handelt und ein Steuerlager in Tschechien betreibt. Die Verpflichtung Csabis sei eine Bedingung des tschechischen Staates als Gläubiger im Insolvenzverfahren gewesen. Sonst hätte „Krailling Oils Development“ den Zuschlag nicht bekommen, sagte Radostová. Csabi habe zuvor das tschechische Tanklager der Viktoriagruppe gekauft und sei auch dort Geschäftsführer.

Victoria Strachwitz

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