Nach Ende des Gasthofs zur Eiche

Tauschring-Gruppe Würmtal sucht  neue Bleibe

  • Peter Seybold
    VonPeter Seybold
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Das Ende des Planegger Gasthofs zur Eiche hat auch den Tauschring 5-Seen-Land im Würmtal heimatlos gemacht.

Würmtal – Die Tauschbörse traf sich seit Jahren einmal im Monat in dem Gasthof zur Eiche – und muss sich nun nach der Schließung nach einer neuen Bleibe umschauen. Dabei erfreut sich die Vereinigung im Würmtal nach wie vor großer Beliebtheit.

„Wir wissen jetzt noch nicht sicher, was wir nach der Schließung der Eiche machen“, sagt Angela Maegerlein, eine der beiden Tauschring-Ansprechpartnerinnen für das Würmtal. „Unseren ersten Stammtisch im Januar haben wir in das Bräustüberl gelegt und schauen mal, ob das Lokal für unsere Zwecke passt“, sagt Magerlein. Denn es schwankt stets stark, wie viele Interessierte zu einem Treffen des Rings kommen. Reservierungen wie ein Tisch für zehn Personen sind daher kaum möglich. In der Eiche konnte der Tauschring etwa einen eigenen Raum belegen, in dem unterschiedlich viele Leute Platz fanden.

Auch sonst sei die Suche nach einem neuen Lokal für eine Vereinigung wie den Tauschring schwierig: „Es sollte ungefähr in der Mitte unseres Würmtal-Gebietes liegen, in der Nähe der S-Bahn, nicht zu teuer sein und möglichst keinen Verzehrzwang haben, damit jeder zufrieden ist“, sagt Maegerlein.

Knapp 50 Mitglieder hat der Tauschring im Würmtal. In der Tauschbörse tauschen die Teilnehmer „Dinge und Dienste“ wie Haushaltstätigkeiten, Handwerksaufgaben sowie Garten- und PC-Dienste aus. Alle Tauschvorgänge werden auf Verrechnungskonten festgehalten. Unabhängig von der ausgeführten Leistung ist dabei jede Zeiteinheit gleichwertig. Eine Kerngruppe übernimmt die organisatorischen Arbeiten wie Verwalten der Teilnehmerdaten und Führen der Gebührenkonten.

„Zu unseren Treffen im Würmtal kommen zu mindestens einem Drittel Männer, natürlich viele ältere, aber auch etliche jüngere“, sagt Maegerlein. Die Stamm-Mannschaft besteht im Würmtal aus acht Mitgliedern. Besonders nachgefragt seien Handwerkstätigkeiten und Kinderbetreuungsdienste. „Insgesamt merkt man dabei schon, dass die Leute im Würmtal wohlhabender sind als anderswo“, sagt Maegerlein, die auch in Weilheim und der Herrschinger Gegend für den Tauschring aktiv ist. Frisör-Dienste, die anderswo sehr beliebt sind, werden zum Beispiel deutlich weniger nachgefragt.

„Sehr wichtig ist uns, dass unsere Treffen auch ein Gedankenaustausch und eine Möglichkeit zur Knüpfung von sozialen Kontakten sind“, sagt Maegerlein. „Viele unsere Teilnehmer sind sich gegenseitig Ideengeber und tauschen zum Beispiel Handwerker-Tipps aus, wenn es bei uns gerade kein entsprechendes Angebot gibt.“

Die Treffen des Tauschrings finden alternierend jeden dritten Mittwoch oder jeden dritten Donnerstag im Monat ab 19 Uhr statt, im Februar am dritten Donnerstag. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.tauschring-5-seen-land.de/index.html.

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