Technosan-Prozess: Urteil rechtskräftig

Ex-Chef geht ins Gefängnis

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Der Fall Technosan wird nicht neu aufgerollt. Staatsanwalt und Verteidiger haben ihre Revisionsanträge zurückgezogen.

Der frühere Chef der Kraillinger Entsorgungsfirma Technosan, Alexander C., muss erneut ins Gefängnis. Das Urteil des Landgerichtes München II ist rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung haben ihre Anträge auf Revision vor dem Bundesgerichtshof (BGH) zurückgezogen.

Alexander C. war Gründer und Geschäftsführer der Firma Technosan, die für ihre Kunden Annahme, Aufbereitung und Entsorgung von Problemabfällen vor allem aus dem Bausektor und dem Eisenbahnbau abwickelte. Über Jahre hinweg deklarierte die Firma aber Abfälle falsch und manipulierte Laborproben, um die Stoffe nicht teuer auf Spezialdeponien entsorgen zu müssen. Wegen Betrugs, unerlaubten Umgangs mit Abfällen, Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen und illegalen Besitzes einer Pistole ist C. im Oktober 2015 nach 18 Monaten Verhandlung zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Zuvor hatte er bereits 18 Monate in Untersuchungshaft gesessen. Die Verteidigung wollte deshalb mit einer Revision vor dem BGH zumindest erreichen, dass der Schuldspruch wegen unerlaubten Umgangs mit Abfällen wegfällt. Das hätte die Strafe wohl so weit reduziert, dass C. nicht oder von Beginn an unter erleichterten Bedingungen in Haft hätte müssen. Nun geht Verteidiger Peter Guttmann davon aus, dass sein Mandant noch mal für 14 Monate ins Gefängnis muss und den Rest der Strafe als Freigänger verbüßen kann. Zu den Gründen für die Rücknahme der Revision sagt Guttmann, eine Aufhebung des Urteils durch den BGH sei keineswegs gewiss gewesen. Dem hätte ein erneut aufwendiges Verfahren mit enormen Kosten gegenüber gestanden. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre Haft gefordert.

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