Betrugsversuche an Senioren

Häufung von Telefonbetrug in Neuried 

Würmtal - „Hallo Gerlinde, rat’ mal, wer dran ist?“ So oder so ähnlich beginnen die gut organisierten und redegewandten Betrüger ihr scheinbar harmloses Telefongespräch.

Die ahnungslosen Opfer sind  ausschließlich Senioren, die glauben, mit einem Enkel oder Neffen zu telefonieren. Danach überreden die Betrüger ihre Opfer, einen hohen Bargeldbetrag von der Bank abzuheben und einer mit der Geldabholung beauftragten „Vertrauensperson“ zu übergeben. Vier Fälle von versuchtem Betrug in dieser Form wurden der Polizeiinspektion 46 am Dienstagnachmittag in Neuried bekannt. Die polizeiliche Erfahrung legt jedoch die Vermutung nahe, dass es eine große Zahl noch nicht bekannt gewordener Fälle gibt, vielleicht weil die Betrüger zum Erfolg kamen und das Opfer noch gar nicht bemerkt hat, dass das Geld gar nicht beim richtigen Verwandten angekommen ist.

„Sollten Sie einen derartigen Anruf erhalten, zögern Sie bitte nicht, sofort die Notrufnummer 110 zu rufen“, sagt Polizeihauptkommissar Erich Greiner, stellvertretender Leiter der Inspektion Planegg. Um zuverlässig zu verhindern, dass man Opfer derartiger Betrügereien wird, sei es ratsam, seinen Vornamen nicht im Telefonbuch eintragen zu lassen. „Die Täter wählen nämlich ganz gezielt Personen mit alt klingenden, aus der Mode gekommenen Vornamen aus, weil die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass es sich dabei um Senioren handelt“, so Greiner. Bürger sollten auch im Kreise der Familie über diese Kriminalitätsform sprechen. Auch die Mitarbeiter der Banken wurden diesbezüglich aufgeklärt und entsprechend geschult. 

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