Der Tradition verpflichtet: D`Almarösler feiern 100.

- Festumzug mit zahlreichen Nachbarvereinen und Lokalprominenz

VON BENEDIKT GARSKY Planegg - Wenn die Almarösler ihr 100-jähriges Bestehen feiern, dann müssen schon mal die Autofahrer warten. So geschehen am Sonntagnachmittag, als der Trachtenverein zusammen mit anderen Heimatverbundenen zum großen Umzug unterwegs war und Straßen gesperrt wurden. Dabei fehlte es auch nicht an Lokalprominenz.

Die Route führte mitten durch das Herzstück Planeggs. Vom Heide-Volm über die Würm am Rathaus vorbei, mit einer Kehrtwendung bei der Pasinger-/Ecke Germeringer Straße marschierte der bunte Zug. An den Seitenstreifen tummelten sich etliche Schaulustige, die dem Tross begeistert zuwinkten. Die lokale Prominenz hatte das Privileg, sich schonen zu können: Gemütlich saßen die Bürgermeister Dieter Friedmann (Planegg) und Dieter Hager (Krailling), Landrat Heiner Janik sowie Wiesnwirt Willy Heide in festlich geschmückten Kutschen.

Neben den zahlreichen Trachtenvereinen aus der Umgebung präsentierten sich auch andere Vereine, wie die Freiwillige Feuerwehr Planegg. Der Dachauer Trachtenverein schloss den Umzug mit seinen bekannten Steckhüten ab. Anschließend kehrte man zu einer zünftigen Brotzeit ins Heide-Volm ein.

Dort wurde bereits am Samstagabend ausgiebig gefeiert. Der Festsaal war mit 700 Gästen gefüllt, alle in schmucke Tracht gehüllt. Der 1. Vorstand der Almarösler, Benedikt Paul, war spürbar ergriffen von einer derartigen Kulisse. "Ich bin froh, dass so viele der Einladung gefolgt sind", sagte er zur Begrüßung. Die Schirmherren Friedmann und Hager ließen sich es ebenfalls nicht nehmen, die Gäste persönlich zu begrüßen. "Und wenn man scharf aus dem Heide-Volm nach links abbiegt, ist man in Krailling", sagte Hager und deutete darauf hin, dass man nicht nur ein Anhängsel des Vereins sei. Denn offiziell heißt der Verein D` Almarösler Planegg und Umgebung.

Für sechs Mitglieder sollte der Abend um halb zehn seinen Höhepunkt erreichen. Erna Klostermeier, Lilio Ruhdorfer, Gretl King, Mathilde Schwaiger, Hans Schneider und Adi Prändl senior wussten gar nicht wie ihnen geschah, als sie auf die Bühne gebeten wurden. Sie sind ab sofort Ehrenmitglieder des Vereins. "Das haben sie sich im Laufe der Jahre verdient", meinte der Kassier Karl Blunser-Tietjens. Für ihn könnten diese Ernennungen Arbeit bedeuten, denn Ehrenmitglieder zahlen keinen Beitrag. "Aber so, wie ich die kenne, ziehen die ihre Einzugsermächtigung vom Konto nicht zurück", sagt Blunser-Tietjens ironisch.

Sowohl am Samstag als auch am Sonntag endete die Veranstaltung mit der Bayernhymne. Das Fest zum 100-jährigen Bestehen der Almarösler zeigte einmal mehr, dass die Tradition noch lange nicht ausgedient hat, denn viele junge Menschen nahmen an den Festlichkeiten teil.

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