Traglufthallen: Wird Planegg Standort?

Planegg - Sieben Traglufthallen hat das Landratsamt München als Unterkunft für Asylbewerber geordert. Eine könnte in Planegg aufgestellt werden.

Sechs Standorte stehen bereits fest. Planegg könnte als siebter Standort in Frage kommen. Im Gespräch ist eine Fläche am Klopferspitz.

Landrat Christoph Göbel (CSU) hat bereits die Verträge für die ersten beiden Traglufthallen in Neubiberg und Taufkirchen unterzeichnet. Die 200 Flüchtlinge fassenden Unterkünfte sollen noch in diesem Monat bezugsfertig sein. Ein privater Anbieter wird die Traglufthallen in Taufkirchen auf der Zirkuswiese und in Neubiberg am östlichen Rand der Landebahn im Landschaftspark Hachinger Tal aufstellen. Als weitere Standorte für Unterkünfte gelten Grünwald, Unterföhring, Unterhaching und Oberhaching Ein siebter Standort wird noch gesucht. In Frage kommen Unterschleißheim, Feldkirchen und auch Planegg.

Auf einer Informationsveranstaltung vor rund zwei Wochen in Oberschleißheim hatte das Landratsamt noch zehn Standorte für Traglufthallen bekannt gegeben. Wie Landrat Göbel dem Münchner Merkur mitteilte, ist Ismaning inzwischen vom Tisch. Die Erschließung des Festplatzes würde zu viel Zeit beanspruchen und sei im Ergebnis zu teuer. Als geeignet gelten Feldkirchen, Unterschleißheim und Planegg. „Einen dieser drei Standorte brauchen wir für die siebte Halle“, sagt Göbel. „Das Ergebnis steht noch aus.“ Für Planegg hat der Freistaat als Grundstückseigentümer noch kein grünes Licht signalisiert.

Die jeweils 1980 Quadratmeter großen Hallen (55 x 36 x 9 Meter) können binnen drei bis vier Wochen aufgestellt werden. Der Kreis mietet die Hallen an. Der Mietvertrag läuft zumindest für zwölf Monate.

Die sieben Traglufthallen bestellte Göbel bei einem Anbieter, dessen Konzept der Landrat bereits in Berlin begutachtet hat. Die wohnlich eingerichteten Hallen bieten Flüchtlingen ein Mindestmaß an Privatsphäre. Der Kreis rechnet mit Mietkosten in Höhe von 5,3 Millionen Euro für ein Jahr.

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