Die Traumwerker Katharina Zörner (v.li.), Marion Appelmann, Almut Gerke (vorn) und Sibylle Gerke-Madadkar freuen sich auf die Arbeit in Gräfelfing. foto: denise höfle

Traumwerker: Mehr Bewusstsein für Inklusion schaffen

Gräfelfing - „Wir wollen ein Bewusstsein für Inklusion in Gräfelfing und dem Würmtal schaffen“ - das ist das Ziel des Vereins Traumwerker, der Anfang des Jahres in Gräfelfing gegründet wurde.

„Dass Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft ausgegrenzt werden, geht mir gegen den Strich“, sagt die Vorsitzende, Sibylle Gerke-Madadkar.

Und die Vorsitzende weiß, wovon sie spricht, ihre Tochter lebt mit einer Behinderung. „Nach der Schule stellte sich mir automatisch die Frage, wie es für sie weitergehen soll.“ So begann sich Gerke-Madadkar mehr und mehr mit dem Thema auseinander zu setzen. „Wie würde ich mir das Berufsleben für meine Tochter wünschen?“, fragte sie sich. Ihre Ideen hatte die Gräfelfingerin bereits 2010 schon einmal zu Papier gebracht und dem Gemeinderat vorgestellt (wir berichteten). Doch das „Traumhaus“ wurde nie realisiert. Um das Thema Inklusion auch weiterhin in den Köpfen der Würmtaler zu behalten, organisierte Gerke-Madadkar gemeinsam mit Katharina Zörner, die nun die zweite Vorsitzende ist, bei verschiedenen Veranstaltungen Traumcafés, bei dem Menschen mit geistiger Behinderung den Service übernahmen. „Wir haben dort immer großen Zuspruch bekommen und auch Bürgermeister Christoph Göbel ermutigte uns, zur Vereinsgründung.“

Die wurde dann im Januar vollzogen. Mit im Boot sind Marion Appelmann, Almut Gerke, Inge Bohn, Christiane Erles-Tutschku, Florian Ernstberger und Frauke Schwaiblmair. Gemeinsam wollen sie in Zukunft daran arbeiten, dass in der Gesellschaft mehr Toleranz und ein respektvolles Miteinander entsteht. „Denn Inklusion ist weit mehr als ein barrierefreier Zugang zu öffentlichen Gebäuden oder ein abgesenkter Bordstein“, sagt die Vorsitzende. Für die nächsten Monate haben sich die Gründungsmitglieder erstmal vorgenommen, auch in der Kommunalpolitik Gehör zu finden und Probleme auf den Tisch zu bringen. Neue Mitglieder werden mit offenen Armen empfangen. „Wir freuen uns, wenn sich noch weitere Leute melden, die ihre Ideen zum Thema Inklusion im Würmtal zu uns bringen“, sagt Gerke-Madadkar.

Langfristig will der Verein Traumwerker daran arbeiten, die Weichen für ein realisierbares Inklusionsprojekt im Würmtal zu stellen. Denkbar wäre eine Kantine oder auch ein Café, dass Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz bietet. Doch das ist vorerst noch Zukunftsmusik. Bei Fragen und Anregungen steht die Vorsitzende Sibylle Gerke-Madadkar per E-Mail unter kontakt@traum-werker.de zur Verfügung. Weitere Informationen rund um den Verein gibt es auch auf der Internetseite www.traum-werker.de

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