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Immobilie gesucht: (v.l.) Samir El Awat und Philipp Buhl möchten ein Jugendcafé eröffnen. Jojo Ederer vom Jugendforum Planegg unterstützt sie bei dem Projekt.

Studenten-Initiative

Treffpunkt für junge Erwachsene gesucht

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Zwei Gräfelfinger Studenten suchen nach einer Immobilie. Sie möchten Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen Treffpunkt bieten. Erste Gespräche mit den Gemeinden gab es bereits.

Gräfelfing/Planegg– „Wir klopfen an jede Türe, die es gibt“, sagt Philipp Buhl. Der 23-jährige gelernte Holzbildhauer besucht die Kunstakademie München. Der ein Jahr jüngere Samir El Awat studiert Fahrzeugtechnologie. Beide haben sich viele Jahre in der Katholischen Jugend St. Stefan engagiert, unter anderem im dortigen Jugend-Stüberl. Wer 16 Jahre oder älter ist, so ihre Überzeugung, hat im Würmtal kaum Möglichkeiten, sich außerhalb des elterlichen Zuhauses mit Freunden zu treffen. Die Jugendhäuser, Freizi in Lochham, Waaghäusl in Planegg und Marteeny in Martinsried, hätten eine jüngere Klientel.

„Es geht darum, die jungen Erwachsenen einzusammeln, die gerade mit der Schule fertig sind, studieren oder eine Ausbildung machen und die sich keine eigene Wohnung leisten können“, sagt Buhl, der selbst noch zu Hause wohnt. Er sagt: „Den meisten elterlichen Haushalten ist nicht zumutbar, dass man sich dort regelmäßig in der Gruppe trifft.“ Buhl denkt noch einen Schritt weiter: „Es wäre schön, wenn es gelänge, eine Brücke zwischen den Generationen zu schlagen, indem man den älteren Leuten zeigt, dass die Jugend mehr kann, als nur herumlungern und Flaschen zerschmeißen, dass sie auch Kultur bieten kann.“ Lesungen, Ausstellungen und Konzerte seien denkbar.

Klaus Redl, Jugendbeauftragter der Planegger Polizeiinspektion, hält einen „kulturellen Treffpunkt“ für eine gute Idee. Jojo Ederer vom Jugendforum Planegg ist von dem Projekt überzeugt. „Es geht darum, die jungen Leute zu motivieren und ihnen eine Plattform zu bieten, wo sie sinnvoll ihre Abende verbringen können.“ Vielleicht, so seine Hoffnung, lassen sich damit im Laufe der Zeit auch Brennpunkte wie das Feodor-Lynen-Gymnasium entschärfen, wo morgens immer wieder alles mit Scherben übersät ist. „Die sind nicht in einem halben Jahr weg, aber man muss etwas bieten, was sich herumsprechen kann.“

Im Dezember unterbreiteten die Initiatoren ihre Idee der Gräfelfinger Gemeindeverwaltung, heute treffen sie sich mit Planeggs neuer Jugendreferentin. Ihre Idealvorstellung ist, dass Buhl und El Awat als Verantwortliche zu günstigen Konditionen in der Immobilie wohnen und womöglich selbst die Renovierung übernehmen. Da weder für die Café- noch die Wohnräume die marktübliche Miete gezahlt werden kann, sind sie auf die Unterstützung der Gemeinden oder private Immobilienbesitzer angewiesen, die das Jugendcafé unterstützen möchten. Kontakt: phibuh@web.de oder 0176/98 10 07 90.

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