Trinkwasser wird zehn Prozent billiger

- Nachlass von sieben Cent

VON KATHARINA KORB Würmtal - Der Würmtaler Zweckverband macht seinen Kunden pünktlich zum Fest ein Weihnachtsgeschenk. Wie Geschäftsleiter Klaus Krüger und Verbandsvorsitzender Dieter Hager am Freitag mitteilten, wird der Trinkwasserpreis für kommendes Jahr um zehn Prozent sinken. Die Verbraucher zahlen dann nur noch 70 Cent pro Kubikmeter.

"Günstige Voraussetzungen" seien der Grund für die Preissenkung, berichtete Hager. Vor allem die gute Wasserqualität aus den gebietseigenen Brunnen und das sehr kurze Leitungsnetz nannte Kraillings Bürgermeister als Merkmal der Würmtaler Wasserversorgung. Der Würmtal Zweckverband versorgt mit drei Wassergewinnungsgebieten im Kreuzlinger Forst, im Königswieser Forst und im Mühltal die Gemeinden Gräfelfing, Planegg, Krailling sowie Gauting und gilt im Vergleich zu den umliegenden Kommunen und der Landeshauptstadt München als der günstigste Wasseranbieter.

Dass der Wasserpreis um sieben Cent pro Kubikmeter günstiger wird, ist hauptsächlich dem erwirtschafteten Überschuss des Würmtal Zweckverbandes zu verdanken. "Durch eine Optimierung der Versorgung und keinen größeren Investitionen konnten wir positiv wirtschaften", sagte Hager. So könne der Überschuss wieder direkt an die Verbraucher zurückgegeben werden, meinte Krüger.

Trotzdem plädierten Krüger und Hager an die Bürger, mit dem Wasser sparsam umzugehen, weil es laut Hager so ein "qualitativ hochwertiges Trinkwasser" sei. Zudem blieben die Abwasserkosten auf gleichem Niveau, so dass letztlich wenig gespart sei.

Obwohl der heiße und regenarme Sommer den Grundwasserspiegel bereits auf einen Meter unter dem Jahresmittel sinken ließ, brauchen sich die Würmtaler laut Krüger keine Sorgen machen. "Kritisch wird es noch lange nicht." Damit das Grundwasser bald wieder seinen normalen Pegel erreicht, hofft Krüger auf einen schneereichen Winter. Nur langfristige Wasserzufuhr wie durch länger liegen bleibenden Schnee könnte das Grundwasser wieder steigen lassen.

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