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Reparatur der Schienen zum Tanklager: Die Firma Emeran Braun führt die Arbeiten im Auftrag des neuen Eigentümers, der Krailling Oils Development GmbH, durch. Ab 7. Oktober sollen Züge die Strecke wieder befahren können.

Tanklager Krailling

Gleise werden endlich repariert

Krailling - Seit Jahren kämpft Tschechien um die Rückgabe seiner staatlichen Treibstoffreserven aus dem Kraillinger Tanklager. Jetzt gibt es einen Lichtblick.

Am Tanklager im Kreuzlinger Forst in Krailling wird wieder gearbeitet. Bis Anfang Oktober sollen dort die Gleise repariert sein. Der Auftrag ging an die Kraillinger Firma Emeran Braun. „Das, was wir jetzt reparieren, sind vorerst die Gleise, die man benötigt, um das Öl abzutransportieren“, sagt Hans Emeran Braun. Während seine Firma die Gleise in Stand setzt, die teilweise noch aus der Zeit stammen, als Länder wie Bayern und Preußen eigene Schienenformen hatten, reparieren andere Betriebe die Gleiswaage und Tankstellen.

Allein die Gleisarbeiten kosten die neue Besitzerin des Tanklagers, die Krailling Oils Development, einen sechsstelligen Eurobetrag. Um eine Schätzung der Kosten für die Reparatur aller Gleise des gesamten Areals gebeten, meinte Hans Emeran Braun vor einem Jahr, 250 000 Euro seien nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Gleise muss Krailling Oils Development GmbH zeitnah reparieren lassen, damit die Republik Tschechien das in Krailling für sie eingelagerte Öl abholen kann.

Diese Woche ist ein Großteil des Materials eingetroffen, welches die Firma Emeran Braun benötigt, um in Aktion zu treten. Alle Gleise würden nicht repariert, erzählt Braun. „Man kann nicht davon ausgehen, dass das 100 Jahre hält“, meint er. Die Arbeiten sind dennoch umfangreich. Weichen müssten repariert und ersetzt werden, an drei Stellen wird ein kompletter Schwellenwechsel vorgenommen. Zahlreiche weitere Schwellen auf der Strecke müssen ausgetauscht werden, da sie verfault sind. „Da kann man die Schraube mit der Hand rausziehen“, berichtet Braun.

Teilweise sind die Arbeiten auch äußerst aufwendig. Für die auf dem Gelände zum Teil verlegten veralteten, aber zugelassenen Länderformschienen wie die Schiene „Preußen 8“ gebe es heutzutage keine Befestigungsteile mehr. Die Gleise auf dem umzäunten Gelände seien in schlimmerem Zustand als die, die zwischen Freiham und dem Tor an der Germeringer Straße lägen, erklärt Braun. Die Arbeiten im Außenbereich machten nur etwa fünf Prozent der Bausumme aus, schätzt er.

Am Freitag, 7. Oktober, soll die Strecke für Züge wieder befahrbar sein. Der örtliche Betriebsleiter des privaten Gleisanschlusses überwache die Arbeiten. Er sei es auch gewesen, der die Gleise mit einer Sprühdose abgegangen sei und markiert habe, was zu tauschen und zu reparieren sei. Und er wird dann auch derjenige sein, der die Sperrung der Gleise wieder aufhebt. Dann kommen die Tschechen auch endlich an den von ihnen lang ersehnten Diesel heran.

Victoria Strachwitz

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