TSV-Turnhalle nach Nutzung als Flüchtlingsunterkunft

Schäden halten sich diesmal offenbar in Grenzen

Gräfelfing - Die Hiobsbotschaften von der Dreifachturnhalle wiederholen sich im Falle der zweiten Gräfelfinger Turnhalle offenbar nicht.

In der TSV-Halle fand gestern eine Begehung statt, und die erste Stellungnahme klingt vorsichtig optimistisch.

Wie berichtet, will das Bauamt der Gemeinde Gräfelfing bei der KHG-Dreifachturnhalle, in der bis zu 180 Flüchtlinge untergebracht waren, gegenüber dem Landratsamt Schäden in Höhe von 575 000 Euro geltend machen. Die Geschichte machte mittlerweile bei deutschlandweiten Nachrichtenportalen wie n-tv die Runde.

Als die 68 Flüchtlinge, allesamt syrische und afghanische Familien, die aus der Dreifachturnhalle in die TSV-Halle umgezogen waren, diese wieder verließen, durfte man entsprechend gespannt sein, in welchem Zustand diese Immobilie, die nicht der Gemeinde gehört, sondern dem Sportverein, übergeben wurde. Zwei Mitarbeiter des Landratsamtes München sowie zwei Vertreter des TSV Gräfelfing, darunter Geschäftsführer Sascha Lauterbach, machten am Mittwoch einen ausführlichen Rundgang samt Foto-Dokumentation.

Auf Anfrage teilte TSV-Vizepräsident Florian Brenner anschließend mit: „Die Schäden betreffen in erster Reihe den Hallenboden, der Spuren der Stockbetten aufweist.“ Trotzdem werde der Boden wohl nicht ausgetauscht, so Brenner. Der Grund: Es handelt sich um einen speziellen Tischtennis-Boden, der eingebaut wurde, als der TSV in der Bundesliga spielte. Und der ist so elastisch, dass zu hoffen ist, dass die nun entstandenen Dullen sich mit der Zeit von alleine wieder rückbilden.

Darüber hinaus gibt es wohl eine ganze Reihe kleinerer Schäden; der Sanitärbereich, der in der Dreifachturnhalle besonders gelitten hatte, soll aber recht gut weggekommen sein. TSV und Landratsamt vereinbarten, dass beide Seiten nun jeweils ein Abnahmeprotokoll samt Fotos anfertigen, die dann gegenübergestellt werden.

ms

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