A 96-Brücke am Wasserbogen in Gräfelfing: Fachleute prüfen nun ernsthaft die Möglichkeiten für einen Tunnel. Foto: js

Tunnel-Projekt auf dem Prüfstand

Gräfelfing - Die Gemeinde Gräfelfing hat die Machbarkeitsstudie zum Lärmschutz entlang der A 96 im Gemeindegebiet in Auftrag gegeben.

Im Herbst 2011 erfahren die Gräfelfinger Gemeinderäte, ob eine Übertunnelung der A 96 technisch möglich und finanzierbar ist. Der Auftrag, eine umfassende Machbarkeitsstudie zu erstellen, ging an die Hyder Consulting GmbH. Sie will in 20 Monaten mit Ergebnissen aufwarten.

Der Beschluss, die Möglichkeiten des Lärmschutzes entlang der Lindauer Autobahn auf Gemeindegebiet untersuchen zu lassen, stammt aus dem Herbst 2007. Das in Gräfelfing ansässige Büro Suess-Staller-Schmitt bereitete die europaweite Ausschreibung der Machbarkeitsstudie vor und übernimmt auch die Projektsteuerung.

Die verantwortlichen Mitarbeiter der Hyder Consulting GmbH Deutschland stellten sich am Dienstag im Gemeinderat vor. Die Projektleitung hat Ulrich Schildberg, sein Stellvertreter ist Matthias Braun, Leiter der Münchner Niederlassung. Hyder ist ein Planungs- und Consultingunternehmen mit 16 Niederlassungen in Deutschland und Österreich sowie 4500 Mitarbeitern weltweit. Im Raum Stuttgart ist das Unternehmen gerade mit einem ähnlichen Projekt befasst.

Hyder kümmert sich nicht nur um die technische Seite möglicher Lärmschutzmaßnahmen, sondern auch um rechtliche Fragen, Immissionsschutz, Stadt- und Straßenplanung, Kosten und Wirtschaftlichkeitsrechnung. Geklärt werden soll unter anderem, ob die Übertunnelung der A 96 zwischen Josef-Schöfer-Straße im Westen und Wasserbogen im Osten durch den Verkauf von durch die Übertunnelung entstehenden Grundstücken möglich ist. „Wichtig ist, dass die Maßnahme sich selbst finanziert“, sagte Bürgermeister Christoph Göbel, der von 260 Millionen Euro Baukosten sprach.

Die Studie wird in vier Phasen eingeteilt: Nach der Ermittlung der Grundlagen werden Varianten erstellt. Auf deren Bewertung und Vergleich erfolgt eine Handlungsempfehlung. Göbel: „Ende 2011 haben wir das Rüstzeug an der Hand zu entscheiden, wie wir weitermachen.“ Die Kosten der Machbarkeitsstudie sind mit bis zu 400 000 Euro veranschlagt.

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