Bei Aldi, Penny, Kaufland & Co.: Salmonellen-Alarm in Bio-Eiern

Bei Aldi, Penny, Kaufland & Co.: Salmonellen-Alarm in Bio-Eiern

Tunnel über der A 96: Gräfelfing findet Mitstreiter nah und fern

Gräfelfing - Ein sich selbst finanzierender Autobahntunnel für die A 96 – diese Gräfelfinger Vision hat auf ihrem Weg zur Realität einen weiteren Schritt getan.

Die Vorbereitungen für die Machbarkeitsstudie stehen vor dem Abschluss. Und es gibt Mitstreiter – in unmittelbaren Nachbarschaft und im fernen Hamburg.

„Wir sind natürlich immer noch Vorreiter“, sagt Gräfelfings Bürgermeister Christoph Göbel mit einem Schmunzeln, „aber ich bin sehr dankbar, dass es mit Hamburg nun ein zweites Projekt dieser Art gibt“.

In Gräfelfing wie in Hamburg zerschneidet eine Autobahn Wohngebiete und soll übertunnelt werden. Was die beiden Projekte bei allen Unterschieden verbindet: Gräfelfing wie Hamburg wollen zur Finanzierung die Tunneldecke verwerten. Bisher für Kleingärten, Sport oder Freizeit genutzte Bereiche könnten aus dem Wohngebiet auf den Deckel verlagert werden; dafür entstünde an ihrem bisherigen Standort wertvolles Bauland.

Noch bis vor etwa drei Jahren war eine solche Nutzung von Autobahntunneln durch Hochbau für den Bund tabu – mit Verweis auf rechtliche Hürden. Die sinken nun merklich; Hamburg hat Presseberichten zufolge bereits grünes Licht vom Bundesverkehrsministerium erhalten. Und Gräfelfing sieht mit dem bayerischen Innenminister einen starken Partner an seiner Seite. Der Freistaat, so Göbel, unterstütze die komplexen Vorbereitungen der Kommune für eine Machbarkeitsstudie „enorm“. Göbel: „Hier gibt es ein starkes Interesse des Freistaates, der uns mit diesem visionären Projekt sehr ernst nimmt und ausgesprochen offen und konstruktiv unterstützt.“

Der Grund liegt nach Ansicht des Bürgermeisters auf der Hand: Bund wie Land haben erkannt, dass auf diesem Weg maßgeblicher Lärm- und Immissionsschutz für Ballungsräume möglich ist – dank finanzieller Aufkommensneutralität, wo sich bisher unüberwindliche Kosten türmten. So veranschlagen die Fachleute einen Tunnel-Kilometer durchaus mit rund 30 Millionen Euro.

Während in Gräfelfing der gesamte Gemeinderat die Tunnel-Lösung mit Beschlüssen unterstützt, verfolgt in den benachbarten Stadtteilen Münchens unter Begleitung des Landtagsabgeordneten Georg Eisenreich die Bürgerinitiative BAB 96 München eine nahtlose Verlängerung dieses Tunnels bis zum Autobahnende. Und wie in Gräfelfing streben auch die Anlieger der Münchner Stadtteile eine Finanzierung durch Verwertung der Tunneldecke an.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Neue Radlkarte vorgestellt
Nicht nur die deutschen Fußballer starteten am Sonntag ins Turnier. Auch bei den Würmtaler Stadtradlern geht es seit diesem Tag um alles oder nichts. Zum Auftakt wurde …
Neue Radlkarte vorgestellt
Entscheidung über Umgestaltung vertagt
Eine geringere Fahrbahnbreite, dafür mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer: So soll die Pasinger Straße im Kreuzungsbereich mit der Richard-Wagner-Straße umgestaltet …
Entscheidung über Umgestaltung vertagt
2000 Gäste genießen bei bester Stimmung
Welch ein Fest. Das 50. Sonnwendfeuer der Katholischen Jugend St. Elisabeth in Planegg war ein Erfolg. Rund 2000 Gäste kamen,„
2000 Gäste genießen bei bester Stimmung
Versuch einer Annäherung
Der SPD-Ortsverein sucht das Gespräch mit den Anwohnern, die Initiatoren des Bürgerbegehrens sammeln weiter Unterschriften: Befürworter und Gegner eines neuen …
Versuch einer Annäherung

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion