U-Bahn: Planegg muss sich jetzt mit Innenministerium einigen

Planegg - Die Mitarbeiter der Planegger Gemeindeverwaltung haben die Bildung des bayerischen Kabinetts in der vorigen Woche mit großem Interesse verfolgt. Denn das 70-Millionen-Euro-Projekt U-Bahn hängt maßgeblich vom guten Willen des Freistaats ab.

Bislang verhandelte die Gemeinde mit dem Wirtschaftsministerium und seinem Gautinger Chef Martin Zeil über die heikle Frage der Bauherrenschaft. Der FDP-Politiker ist inzwischen im vom Wähler verordneten Ruhestand.

Ministerpräsident Seehofer berief erwartungsgemäß Ilse Aigner an die Spitze des Wirtschaftsministeriums. Doch wird sie mit dem Projekt U-Bahn nichts zu tun haben. Seehofer verschob die Abteilung Öffentlicher Personennahverkehr vom Wirtschafts- ins Innenministerium. Dort amtiert Joachim Herrmann. Er wird letztlich entscheiden, wie es mit dem Projekt U-Bahn weitergeht. Zur großen Erleichterung der Gemeinde bleiben die meisten Gesprächspartner, mit denen man seit vielen Monaten verhandelt, erhalten. „Die Zuständigkeiten ändern sich nicht, nur die Telefonnummern“, sagt Planeggs Rathaus-Geschäftsführer und Chef-Zweckoptimist Stefan Schaudig. Im besten Fall wird ohne große Mätzchen sofort an die zuletzt geführten Gespräche angeknüpft, vermutlich aber wird sich eine Lösung durch den Umzug weiter verzögern.

Gänzlich neu ist für Herrmann das Thema U-Bahnverlängerung aber nicht. Im April 2008 war der Minister im Rahmen der Eröffnung der Uni-Mensa in Martinsried und äußerte sich auch zum Thema ÖPNV. „Ich hoffe sehr, dass wir mit dem Thema U-Bahn vorankommen. Erst mit der Verlängerung bis Martinsried ist der Campus verkehrlich angeschlossen“, betonte der CSU-Politiker damals.

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