U-Bahn: Schreyer-Stäblein wirft Thalhammer „Populismus“ vor

Planegg - Zwischen Tobias Thalhammer (FDP) und Kerstin Schreyer-Stäblein (CSU) herrscht dicke Luft. Die beiden Landkreis-Abgeordneten streiten sich öffentlich um die Frage, welche Partei das Planegger U-Bahn-Projekt verzögert.

Sie sind Kollegen im Landtag und laufen sich fast täglich bei Veranstaltungen im Landkreis München über den Weg: die Abgeordneten Kerstin Schreyer-Stäblein (CSU) und Tobias Thalhammer (FDP). Bislang hielten sie sich beim Thema U-Bahnverlängerung bis Martinsried mit öffentlichen Aussagen zurück. Vergangene Woche jedoch warf Thalhammer dem CSU-geführten Finanzministerium in einer Pressemitteilung vor, das Planegger U-Bahn-Projekt zu verzögern. Das wiederum FDP-geführte Wirtschaftsministerium tue alles für eine zeitnahe Realisierung des Projekts, erklärte Thalhammer. Dies lässt Schreyer-Stäblein allerdings nicht auf ihrer CSU sitzen. „Es ist befremdlich, scheinbar ohne fachliches Wissen dem Finanzministerium vorzuwerfen, es wäre bisher in dieser Angelegenheit untätig gewesen“, so die Unterhachinger Politikerin, die Thalhammer „Populismus“ vorwirft. Seit Februar 2013 versuche das Finanzministerium, durch das Wirtschaftsministerium in die Verhandlungen eingebunden zu werden. „Leider jedoch bisher ohne Erfolg“, klagt Schreyer-Stäblein.

Es sei laut der Abgeordneten verständlich, dass das Finanzministerium steuerrechtliche Fragen anmahne, die in einem Vertrag entsprechend eingebaut werden müssten. Das sei schließlich Aufgabe der Behörde. Ein Ende des Streits und eine baldige Einigung sind aber abzusehen. „Nunmehr sind die beiden Ministerien in dieser Frage aufeinander zugegangen, um nach einvernehmlichen Lösungen zu suchen“, so die CSU-Politikerin.

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