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Vor gut zwei Wochen gab es noch 18 Anmeldungen. Mittlerweile stehen 38 Wagen und Fußgruppen auf der Liste des Organisators.

Nach Bericht im Münchner Merkur

Würmtaler Faschingszug wird ansehnlich

Würmtal - Der Würmtaler Faschingszug am Sonntag kann sich sehen lassen. Er wird nun doch deutlich länger als gedacht. Das kostete Arbeit.

Manchmal braucht es ein bisschen Druck, dann geht was. Der Würmtaler Faschingszug ist so ein Fall. Noch vor zwei Wochen klagte Organisator Matthias Niedermair im Merkur-Gespräch, dass der Zug heuer nur halb solang werde wie sonst. Es waren enttäuschend wenige Anmeldungen bei ihm eingegangen. Jetzt merkt man dem Planegger die Freude richtig an: Denn auf den letzten Drücker gab es noch einen ganzen Schwung Anmeldungen. 38 Wagen und Fußgruppen stehen nun auf Niedermairs Liste. Vor zwei Wochen waren es noch 18.

Matthias Niedermair ist überrascht und glücklich. „Ich hatte das nicht mehr geglaubt“, gibt er zu. Vielleicht habe der Bericht im Münchner Merkur ein Stück weit dazu beigetragen, meint er. Denn den plötzlichen Andrang, sich an dem Zug zu beteiligen, kann er sich nur schwer erklären.

Einige, die sich jetzt noch angemeldet hätten, seien zum ersten Mal dabei. Als Beispiel nennt er die „Pension Elisabeth“ aus Planegg, die Martinsrieder Dartgruppe mit 20 Leuten und eine Gruppe Neulinge aus Stockdorf. Niedermair freut sich auch über zwei Trommlergruppen und den Oberschleißheimer Spielmannszug. Die erneute Teilnahme der Damen der Veteranen- und Reservisten-Kameradschaft Gräfelfing (VRK) freut ihn besonders. „Die machen schon ewig mit, und die machen nur mit, weil ich den Zug organisiere.“ Niedermair ist also ganz zufrieden, auch wenn er sagt: „Einfach is ned. Ich muss schon kämpfen, dass die Kameraden alle mitmachen.“

Hilfe bekommt er von seiner Frau Marianne und Tochter Lisa. In den kommenden Tagen haben die Teilnehmer noch viel zu tun. Schließlich war der Fasching heuer besonders kurz, so dass es wenig Zeit für die Gestaltung der Wagen gab. Den Aufbau der Gräfelfinger Feuerwehr habe er bereits gesehen. „Aber die müssen noch anmalen“, verrät Niedermair.

Auch für den Organisator ist der Endspurt bis Sonntag harte Arbeit. Die Aufstellung steht bereits. Jetzt darf keiner mehr dazu kommen. „Am Donnerstag, Freitag und Samstag wird der TÜV abgenommen.“ Alle Wagen, die am Sonntag Personen befördern, müssen ordentlich geprüft werden. Er und ein TÜV-Prüfer untersuchen daher drei Tage lang die Fahrzeuge. Und dann hofft Niedermair natürlich, dass das Wetter am Sonntag schön wird. Er zieht bereits scherzhaft in Erwägung, eine Kerze in Maria Eich zu stiften, damit Petrus mitspielt und sich Niedermairs besonders harter Kampf für einen gelungenen Würmtaler Faschingszug gelohnt hat.


Victoria Strachwitz

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