Student auf dem Campus der Ludwig-Maximilians-Universität in Martinsried.
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Auf dem Campus der Ludwig-Maximilians-Universität in Martinsried sind derzeit nur wenige Studenten unterwegs. Die meisten Lehrveranstaltungen erfolgen digital. 

Campus der Ludwig-Maximilians-Universität

Und wieder ein Ausnahme-Semester

  • Peter Seybold
    vonPeter Seybold
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Die Studenten und Mitarbeiter des Campus der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in Martinsried und Großhadern bereiten sich auf ein weiteres Ausnahme-Semester vor. Coronabedingt werden auch im Sommer die meisten Vorlesungen und Übungen digital angeboten. Teile des Campus sind zu.

Martinsried/Großhadern – Der größte Teil der Studenten der Fächer Biologie, Chemie/Pharmazie und Medizin, die auf dem Campus gelehrt werden, fängt ihr Studium traditionell zum Wintersemester an. Dennoch gibt es auch jetzt 106 neue Medizin-Studenten, 53 Anfänger in Chemie und Pharmazie, 14 in Biologie. Insgesamt studieren damit im Sommersemester nach den vorläufigen Zahlen der LMU 6563 Studenten an der medizinischen Fakultät, 1889 Chemie und Pharmazie sowie 2055 Biologie.

Verkürzte Präsenz-Praktika

An der Fakultät für Biologie „werden Lehrveranstaltungen im vollen Umfang digital angeboten“, sagt LMU-Sprecherin Katrin Röder. Je nach Corona-Situation sind aber verkürzte Präsenz-Praktika in kleinen Gruppen möglich. Auch individuelle Forschungspraktika und Graduierungsarbeiten werden in Präsenz durchgeführt. Grundsätzlich gilt aber: Was nicht unbedingt vor Ort geschehen muss, ist auf digital umgestellt – und wer bei den wenigen Präsenz-Übungen nicht kommen möchte, muss dies auch nicht.

Tag der offenen Tür digital

„Die Forschung erfolgt sowohl in Präsenz als auch im Home-Office. Experimente werden in den Laboren und angeschlossenen Instituten durchgeführt, Auswertungen können auch aus der Distanz erfolgen“, erklärt Röder. Das Gebäude etwa der Fakultät für Biologie ist für externe Personen und Gäste geschlossen. Öffentliche Veranstaltungen finden digital statt, so der Tag der offenen Tür 2020 und wohl auch 2021, sowie Seminare, in denen sich Studienanfänger über Fächer informieren können. Die Fakultäten für Chemie/Pharmazie und Medizin haben ebenso fast alles online organisiert.

Regelungen für das ganze Sommersemester

Die Regelungen werden voraussichtlich wie in ganz Bayern über das Sommersemester nicht geändert, selbst wenn die Impfquoten deutlich steigen. „Auch wenn einige Studenten geimpft sind, gelten ja gesetzlich weiterhin die Hygieneregeln wie das Abstandhalten, wehalb nur wenige Studenten in einen Hörsaal dürfen“, erklärt Röder. Auch hört das Sommersemester ja bereits im Juli auf, wodurch Änderungen etwa ab Juni nur für wenige Wochen gelten würden, gleichzeitig aber mit sehr viel Aufwand für Mitarbeiter und Studenten verbunden wären.

Ausnahmebetrieb auf dem Campus

Insgesamt herrscht auf dem Campus weiterhin kompletter Ausnahmebetrieb. Das Martinsrieder StuBistro ist nur für den To-Go-Betrieb geöffnet. Die Mensa in Martinsried ist komplett geschlossen. Das StuBistro der Fakultät Chemie/Pharmazie eröffnet nach dem derzeitigen Umbau voraussichtlich im Mai wieder, auch dann aber nur für den To-Go-Betrieb. „Die Bibliotheken sind geöffnet, aber nur für die Ausleihe. Die Gebäude mit Lehrbetrieb, zum Beispiel der Lehrtrakt am Biomedizinschen Centrum, sind geschlossen und werden nur tageweise für große Präsenzprüfungen in Teilbereichen geöffnet“, berichtet Katrin Röder. Ansonsten sind diese Gebäude für Studenten nur mit Anmeldung zugänglich. Die Institutsgebäude haben unterschiedliche Verschlussregelungen. Auch beim neu gebauten Institut für Chemische Epigenetik, das eigentlich bereits im letzten Jahr und dann im Frühjahr an die LMU hätte übergeben werden sollen, gibt es weitere coronabedingte Verzögerungen. „Die Übergabe ist jetzt für September 2021 geplant“, sagt Katrin Röder.

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