Flüchtlingskrise

Belegung von Turnhallen ist vorerst vom Tisch

Landkreis München - Der Landkreis München gibt Entwarnung:

Landrat Christoph Göbel teilte den Bürgermeistern im Rahmen ihrer Dienstbesprechung am Freitag mit, dass die neuerliche Belegung von Turnhallen mit Flüchtlingen, die etwa in Neuried anstand, zunächst vom Tisch ist.

Die Gründe für diese Entspannung, die der Landrat freilich nur für vorübergehend hält, sind vielfältig. Zunächst hat man im Landkreis München ganz offensichtlich seine Hausaufgaben gemacht: Schnellbau-Häuser in Taufkirchen, in denen mehr als 200 Menschen Platz finden, können schon Mitte Februar und damit früher als geplant bezogen werden. Ebenfalls Mitte Februar wird die Traglufthalle Haar fertiggestellt. Darüber hinaus haben sich kurzfristig neue, schnell zu realisierende Kapazitäten in Unterschleißheim und Unterhaching für 300 bis 400 Menschen ergeben. Auf dem Bundeswehrgelände in Unterhaching, auf dem der Landkreis bereits eine Traglufthalle betreibt, werden zwei weitere kleinere Traglufthallen errichtet. Bis Ende April werden dort weitere 400 Personen untergebracht werden können.

Passend dazu kam die Meldung von der Regierung von Oberbayern, dass aufgrund der nun doch wohl saisonal geringer werdenden Flüchtlingsströme die wöchentliche Unterbringungsquote für den Landkreis München reduziert wird. Die genau Zuweisungszahl ist dem Landratsamt noch nicht bekannt.

Der Landrat dankte allen, die in den vergangenen Wochen zur Lösung beigetragen haben, und verwies zugleich darauf, dass alle Anstrengungen nicht nachlassen dürften. Göbel: „Ich rechne nicht damit, dass diese Entwicklung dauerhaft anhält. Die Flüchtlingszahlen werden wieder steigen, und wir müssen daran arbeiten, dass uns die dezentrale Unterbringung im Landkreis gelingt.“

ms

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