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Schriftlicher Protest gegen neuen Fahrplan: Fahrgast Regina Baia, die in Planegg arbeitet, unterschreibt an der Haltestelle Kettelerstraße für die Initiative von (v.li.) Werner Schröter, Winfried Schilke und Egon Ziegler. foto: jürgen sauer

Unterschriften für bessere Bus-Anbindung

Planegg - Anwohner in Planegg protestieren gegen den neuen Fahrplan; die Gemeinde stellt sich hinter sie.

n Planegg häufen sich die Beschwerden über den neuen Busfahrplan. Betroffene haben sogar eine Unterschriftenaktion gestartet. Die Gemeinde nimmt die Anliegen der Bürger ernst und will mit dem MVV sowie dem Landratsamt darüber verhandeln.

Seit Mitte Dezember der neue MVV-Fahrplan in Kraft getreten ist, fühlen sich viele Planegger Bürger benachteiligt. Vor allem im Osten der Gemeinde gibt es Unmut (wir berichteten). Drei Anwohner des Quartiers Richard-Wagner-Straße/Kettelerstraße wollen sich nicht länger mit den Änderungen abfinden und haben deshalb eine Unterschriftenaktion gestartet. Die Listen wollen sie demnächst der Gemeinde und dem Landratsamt übergeben.

„Die Anwohner sind froh, dass sich endlich jemand um das Problem kümmert“, erzählt Werner Schröter. Gemeinsam mit Winfried Schilke und Initiator Egon Ziegler geht er von Haus zu Haus, um genügend Unterschriften zu sammeln. 350 Anwohner, darunter Senioren, Berufstätige und Schüler, haben ihren Namen bereits auf die Liste gesetzt.

Im Bauausschuss, der heute Abend im Planegger Rathaus tagt, werden Egon Ziegler und Winfried Schilke von ihrer Unterschriftenaktion berichten. Vorlegen wollen sie die Liste aber noch nicht. „Wir sammeln erst weiter“, erklärt Ziegler.

Dennoch werden sie die Gelegenheit nutzen, um ihre sechs wichtigsten Argumente vorzutragen. Dazu zählt unter anderem eine Wartezeit von bis zu 18 Minuten, die Fahrgäste der Buslinie 260 an der S-Bahn in Kauf nehmen müssen. Zusätzlich verkehrt diese Linie werktags zwischen 10 und 15.30 Uhr lediglich im 30-Minuten-Takt.

Mit ihrer Offensive erhoffen sich die Anwohner eine baldige Verbesserung des Fahrplans. Die Situation könne bereits dadurch entspannt werden, dass die Linie 266 künftig wieder die Haltestelle Kettelerstraße bedient.

Die Gemeinde nimmt das Anliegen der Bürger ernst und sichert ihre Unterstützung zu. „Wir bekommen das schon seit Wochen mit“, so Bürgermeister Heinrich Hofmann. Der MVV habe ohnehin Feinjustierungen in Aussicht gestellt, die es nun zu verhandeln gelte.

Entsprechende Gespräche mit dem MVV sowie dem Landratsamt habe es bereits gegeben, sodass bis Ende des Monats mit einem gemeinsamen Termin zu rechnen sei. Dabei will die Gemeinde die Anliegen der Bürger vorbringen. Obwohl die Entscheidung nicht bei der Gemeinde liegt, gebe es Grund zur Hoffnung. „Wir bleiben auf jeden Fall an der Sache dran“, so Hofmann.

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