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Das Vereinsheim des TSV Gräfelfing entspricht baulich und funktional längst nicht mehr heutigen Anforderungen. Sanierung oder Neubau ist unvermeidlich.

Vereins des TSV Gräfelfing ist in die Jahre gekommen

Sanierung oder Neubau?

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Die Gemeinde Gräfelfing und der örtliche Turn- und Sportverein machen sich Gedanken über die Zukunft des Vereinsheims an der Hubert-Reißner-Straße. Eine Untersuchung soll klären, ob Sanierung oder Neubau günstiger wäre.

„Unser Vereinsheim ist baulich und konzeptionell ein Kind seiner Zeit“, sagt TSV-Präsident Christoph Göbel. Der im November 1981 eingeweihte Komplex war für die damals 800 Mitglieder des Vereins weit überdimensioniert, und das bewusst: Weil die Traditionsgaststätte, das Weiße Rössl, dem Rathaus gewichen war und es das Bürgerhaus noch nicht gab, war das TSV-Vereinsheim der „Kristallisationspunkt des gesellschaftlichen Lebens“, wie Göbel es beschreibt. Und das war damals von großen Bällen und Vereinsfesten mit über 1000 Besuchern geprägt. Aus diesem Grund verfügt das Vereinsheim über eine Riesen-Gastronomie mit Schankflächen auf drei Ebenen, eine große Kegelanlage und Schützenstüberl samt Schießständen.

Obwohl die Mitgliederzahl inzwischen auf über 3000 (davon 1800 Kinder und Jugendliche) angewachsen ist, sind diese Strukturen nicht mehr funktional; der Bedarf als Festhalle ist nicht mehr gegeben. Das lässt sich etwa am Bierkonsum festmachen, der seit jenen Tagen von 180 Hektolitern auf heute 50 bis 70 Hektoliter sank. Heute versteht der TSV Gräfelfing sich als moderner Dienstleister, der für seine Mitglieder da ist und ihnen adäquate, auch zukunftsgerichtete Angebote machen will und muss – auch in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung.

All dies ist der Gemeinde bekannt, und sie ging in Vorleistung, wie Bürgermeisterin Uta Wüst betont: Im Auftrag des Gemeinderates untersucht Architektin Claudia Haberl, welche kurzfristigen Maßnahmen für den rechtssicheren Weiterbetrieb nötig wären und welche Kosten bei einer Sanierung im Vergleich zu einem Neubau zu erwarten wären. Erstes Fazit: Allein die nötigen Investitionen in Brandschutz und Elektroinstallationen würden über eine halbe Million Euro kosten. Eine zeitgemäße Gesamtsanierung, die Heizung, Dach, Brandschutz, Elektro, Sanitär und andere Bereiche umfasst, könnte über zwei Millionen Euro teuer sein. „Das dürfte dann schon nahe an die Kosten eines Neubaus herankommen, der aber heutigen Anforderungen entspricht“, sagt der TSV-Präsident, der jedoch betont, die abschließenden Ergebnisse geduldig abzuwarten und eine sachliche, offene Entscheidung im konstruktiven Dialog mit der Gemeinde treffen zu wollen. Schließlich ist allen Beteiligten klar, dass die Gemeinde den Löwenanteil der Kosten stemmen müssen wird. Mit den Ergebnissen rechnet Göbel im Herbst. Dann könnten TSV und Gemeinde parallel beraten, in welche Richtung sie tendieren.

Derweil hat der TSV Gräfelfing schon mal eine ausführliche Zusammenstellung seines Bedarfs verfasst und der Gemeinde übermittelt. Darin findet sich auch das Thema des Schwimmbad- und Turnhallenneubaus wieder, der am Lochhamer Schulcampus angedacht ist. Der TSV plädiert engagiert für eine Dreifachturnhalle, während die Gemeinde ursprünglich eher eine Zweifachturnhalle ins Auge gefasst hatte. Inzwischen hat sich im Gemeinderat ein Umdenken angebahnt. Offen ist die Situierung dieses Neubaus. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise, die Schwimmhalle auf TSV-Gelände unterzubringen – was die Planungen dort nicht gerade vereinfacht.

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