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Radwegenetz

Fahrrad-Autobahn Martinsried - Planegg

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Planegg - Beim Thema Radwegeschnellverbindung haben sich die Fraktionen im Ausschuss für Umwelt, Bauleitplanung und Verkehr sehr antragsfreudig gezeigt.

Dabei hat die Gemeindeverwaltung laut Geschäftsführer Stefan Schaudig schon seit 2011/12 den Auftrag, Grundstücke für eine Radwegverbindung zu suchen. „Da sind wir dran, das ist ein uraltes Konzept, das jetzt konkreter wird“, so Schaudig auf Anfrage.

Die SPD hatte beantragt, zur besseren Anbindung des Gewerbegebietes Steinkirchen an das Radwegenetz der Gemeinde eine schnelle Verbindung zu schaffen. Man kommt auch bisher schon mit dem Rad von Steinkirchen nach Martinsried, ohne eine verkehrsintensive Straße zu benutzen. Nur muss man zum Teil auf Kieswegen fahren. Schaudig: „Das entspricht nicht den Kriterien einer Radschnellverbindung.“

Die FDP begrüßte den Vorstoß der SPD, forderte aber, Verhandlungen mit der Gemeinde Gräfelfing aufzunehmen, um zu klären, ob der Schnellradweg über die dortige Friedemann-Bach-Straße und den Martinsrieder Weg führen kann. „Das wäre die am schnellsten verwirklichbare Variante“, erklärte Fritz Haugg. „Ohne Gräfelfing geht gar nichts.“

Auch die CSU-Fraktion zeigte sich dem Projekt gegenüber offen. Giovanni Sammataro fehlten indes „Details und Kosten“, weswegen auch er einen Änderungsantrag stellte. Schließlich meldete sich auch noch Werner Strobl von der Grünen Gruppe 21 zu Wort. Seine Fraktion hatte sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und wartete gleich mit einer ganzen Din-A-4-Seite auf. „Insgesamt finde ich so eine Verbindung mehr als notwendig“, erklärte Strobl.

Die SPD-Räte beschlossen nach Diskussion, den Antrag der Grünen Gruppe 21 als Konkretisierung ihres eigenen zu sehen, den sie deswegen zurückzogen. Da sich der FDP-Antrag speziell auf den der SPD bezog, machte nun auch Haugg einen Rückzieher. Er lehnte als Einziger die nun noch übrigen Anträge von CSU und Grüner Gruppe 21 ab. Für Haugg kam nicht in Frage, dass die Verbindung auch für den Öffentlichen Personennahverkehr gedacht sein soll. Die CSU wollte „die Realisierung und die finanzielle Auswirkung einer direkten Verbindung für Busverkehr und Radverkehr“ prüfen lassen, im Antrag der Grünen Gruppe 21 war die Rede von Elektrobussen. Beide Anträge wurden gegen seine Stimme angenommen.

Die Gemeindeverwaltung soll nun eine mögliche Trassenführung über die Gemeindegebiete von Planegg und Gräfelfing erarbeiten, sich mit alternativen Ausführungen, also Asphalt, Pflaster oder Sand auseinandersetzen, und die Ausgestaltung der Trasse bedenken. Mit der Nachbargemeinde Gräfelfing soll frühzeitig die Möglichkeit einer ortsübergreifenden Planung besprochen werden.

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