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Bürgermeister Heinrich Hofmann (2.v.r.) beschwor die Einheit von Planegg und Martinsried. 

Verkehrsprobleme Hauptthema auf Bürgerversammlung

„Kein zerstrittener Haufen“

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Bürgermeister Heinrich Hofmann beschwor auf der Bürgerversammlung die Einheit von Planegg und Martinsried. Die Bürger thematisierten hauptsächlich Verkehrsprobleme.

Bürgermeister Heinrich Hofmann hatte die Planegger Bürgerversammlung aus dem letzten Jahr noch gut in Erinnerung, als er seinen diesjährigen Auftritt im Konzertsaal im Kupferhaus plante. Damals hatten Martinsrieder Bürger geklagt, sie fühlten sich vom Rathaus vernachlässigt, und eine eigene jährliche Versammlung für ihren Ortsteil gefordert. „Ich habe damit gerechnet, dass die Frage auch dieses Mal kommt“, sagte Hofmann nach der Bürgerversammlung am Mittwoch. Und so hatte er zu Beginn seines Rechenschaftsberichts die Einheit der Ortsteile Planegg und Martinsried beschworen und auch im weiteren Verlauf des Abends die großen Anstrengungen betont, die in den letzten Monaten zur Neugestaltung der Martinsrieder Ortsmitte unternommen worden seien. Dass etwas passiere, davon zeuge die große Baugrube an der Lochhamer Straße. Das Ziel aus dem Masterplan, das Zentrum zu stärken, werde damit erfüllt. „Und es ist uns dabei gelungen, die unterschiedlichen Interessen zu wahren.“ Die dort derzeit entstehenden Gebäude würden auch Maßstäbe setzen für die weitere Entwicklung Martinsrieds. Mit einer Fertigstellung der Bauten und des zentralen Platzes sei 2018 zu rechnen.

Hofmann nutzte seine Rede auch, um die Gemeinderatsarbeit der letzten beiden Jahre zu verteidigen. Bürger hätten ihn immer wieder darauf angesprochen, dass es sich bei dem Gremium um einen zerstrittenen Haufen handele, der nur von parteipolitischen Interessen geleitet sei. „Hier ist Ihr Bild möglicherweise verzerrt von der medialen Berichterstattung über die große Politik“, sagte er zu den nur knapp 80 anwesenden Bürgern und verwies auf die vielen einstimmig oder mit großer Mehrheit gefassten Beschlüsse der letzten Zeit.

Grundsätzliche Kritik an der Arbeit des Rathauses musste sich Hofmann in der anschließenden Aussprache mit den Bürgern in diesem Jahr nicht anhören. Die meisten Wortmeldungen zielten auf aktuelle Verkehrsprobleme und zukünftige Verkehrsprojekte ab. Mehrere Bürger beklagten die derzeitige Situation in der Martinsrieder Ortsmitte. Durch die Baustelle sei die Kreuzung von Lochhamer Straße und Röntgenstraße unübersichtlich und gefährlich. Gefordert wurden eine Ampel oder zumindest ein Spiegel. Dem erteilte Hofmann eine Absage. „Wir sehen hier derzeit keinen Handlungsbedarf“, sagte er.

Des Weiteren beschäftigte die Bürger der aktuelle Stand zur geplanten Martinsrieder Ortsumfahrung. Hier konnte Hofmann für den ersten Abschnitt, die sogenannte Sillat-Trasse, keinen Durchbruch verkünden. Man habe zwar von fast allen betroffenen Grundstückseigentümern eine Verkaufszusage. Ein zentrales Grundstück sei aber Gegenstand einer Erbschaftsangelegenheit, deren Ende noch nicht absehbar sei. Eine für dieses Jahr erwartete Entscheidung des Nachlassgerichts lasse auf sich warten.

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