Verschuldung liegt unter dem Durchschnitt

- Neuried: In den nächsten Jahren Abbau der Rücklagen unvermeidbar

VON THOMAS STEINHARDT Neuried - Noch ist Neurieds Haushalt nicht beschlossen; der fertige Entwurf, den Kämmerer Max Heindl aufgrund der Beratungen in den verschiedenen Ausschüssen erstellt hat, ist jedoch fertig und wartet auf seine Absegnung, die aller Voraussicht nach in der nächsten Gemeinderatssitzung erfolgen wird. Trotz der angespannten Finanzlage erscheint die Schuldenbelastung der Gemeinde nach dem Entwurf des Kämmerers als erträglich.

Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt demnach bei rund 117 Euro. Sie ist gegenüber den Vorjahren (zum Vergleich: 1999 lag sie bei 176 Euro, 2002 bei 130 Euro) deutlich rückläufig und wird diesen Trend nach Einschätzungen Heindls auch fortsetzen können.

Schuldenstand rückläufig

Im landesweiten Vergleich mit Gemeinden ähnlicher Größe schneidet Neuried gut ab: Im Schnitt betrug die Pro-Kopf-Verschuldung 2002 696 Euro. Und auch den Vergleich mit den anderen Landkreis-Gemeinden braucht Neuried hier nicht zu scheuen: 2002 waren hier 266 Euro im Durchschnitt auf der Soll-Seite. Entsprechend rückläufig ist auch der allgemeine Schuldenstand der Gemeinde. Betrug er 1999 1,1 Millionen Euro, so ist er im Jahr 2002 auf 902 000 Euro gesunken. Eine Prognose der Kämmerei geht davon aus, bis zum Jahr 2006 weitere 300 000 Euro abgebaut zu haben.

Den Schulden stehen die allgemeinen Rücklagen der Gemeinde gegenüber, bei denen allerdings ebenfalls ein rückläufiger Trend zu beobachten ist: Erreichten die Rücklagen 2002 das einsame Hoch von über zwölf Millionen Euro, so werden diese im Jahr 2003 vermutlich auf rund 6,6 Millionen Euro schrumpfen. Für das Jahr 2004 rechnet Heindl mit einer weiteren Reduzierung um rund vier Millionen Euro. In seiner Stellungnahme zum Haushaltsentwurf macht Heindl deutlich, dass der Abbau der Rücklagen "nur mit größter Vorsicht" erfolgen dürfe.

Nur aufgrund der momentan hohen Zinserträge nämlich sei es in diesem Jahr möglich, den Verwaltungshaushalt auszugleichen. Wegen des anhaltend hohen Einwohnerzuwachses müsse die Gemeinde aber trotzdem weiterhin in verschiedene Projekte investieren.

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