+
Vertreter von DJK Würmtal und SV Planegg-Krailling haben eigens eine Kerze in Maria Eich gestiftet, um für eine schöne und erfolgreiche Jubiläumsfeier zu bitten.

Vier Großveranstaltungen an einem Wochenende machen sich gegenseitig Konkurrenz

Absprache mangelhaft

Dieses Wochenende war im Würmtal tote Hose, nächstes ist die Hölle los. Da wird dann gleich in jeder Gemeinde groß gefeiert. Haben sich die Veranstalter nicht abgesprochen?

Nächstes Wochenende steppt der Bär – und zwar überall im Würmtal. In Krailling ist das Kult-Art, in Planegg feiern SV Planegg-Krailling und DJK Würmtal ihr 90. Jubiläum, in Gräfelfing steigt das Wein- und in Neuried das Dorffest. Am ersten Juliwochenende stand nichts dergleichen auf dem Plan. Auch das Wochenende danach wird vergleichsweise ruhig.

Die Häufung der Feste am 9. und 10. Juli frustriert den Geschäftsführer der DJK Würmtal, Konrad Lohner. Schließlich hat er ein großes Zelt zu füllen. Zudem hatte er sich eigens bemüht, Derartiges zu vermeiden. DJK Würmtal und SV Planegg-Krailling beschlossen, ihre Feierlichkeiten zum 90-jährigen Bestehen zusammenzulegen. Außerdem sagt er: „Ich war auf der Gemeinde Gräfelfing und habe gefragt, wann die ihr Fest machen. Die haben gesagt, am 17. Juli. Deswegen haben wir unser Fest vorverlegt.“

Gräfelfings Bürgermeisterin Uta Wüst tut es leid, dass Konrad Lohner da eine Fehlinformation erhalten haben muss. „Seit zehn Jahren findet das Weinfest immer am zweiten Juli-Wochenende statt“, erklärt sie. Und normalerweise achteten sie in der Gemeinde schon darauf, dass die Feste einigermaßen aufeinander abgestimmt seien. Das Weinfest liegt Lohner im Magen. „Die Blechblos’n am Samstag ist eine harte Konkurrenz“, sagt er. Im Zelt der Sportvereine an der Georgenstraße spielen an dem Abend die „wuidera pistols“. Zudem finde das Weinfest nur einen Kilometer entfernt vom SVP-DJK-Fest statt. Aber einschüchtern lässt er sich dadurch nicht. „Wer Alternativprogramm liebt, der kommt zu uns“, sagt er.

Das Kraillinger Kult-Art könnte der Vereinsfeier ebenfalls Besucher abziehen. Dazu sagt Organisatorin Astrid Lohrer allerdings: „Unser Termin steht schon seit eineinhalb Jahren fest.“ Mit Terminen im Juli sei es immer schwierig, meinen Lohrer und Wüst.

Konrad Lohner und sein Organisationskomitee planen ihr Fest bereits seit Oktober. Kurz nachdem sie die Verträge mit den Musikern unterschrieben hatten, hätten sie von der Konkurrenz erfahren. „Die Kosten sind relativ hoch, Gott sei Dank teilen wir uns die zu zweit“, sagt er. DJK Würmtal und SV Planegg-Krailling stehen gemeinsam für die Ausgaben gerade. Lohner sagt: „Da müssen wir jetzt durch.“ Er hofft auf die 2600 Mitglieder der beiden Vereine. „Wenn jeder Vierte zu uns kommt, kommen wir mit einem blauen Auge davon.“ Aber er sagt auch, wenn die Mitglieder ausblieben, organisiere er künftig auch nicht mehr solche Feste. „Dann sind wir künftig Dienstleister.“

Welche der vielen Feste am kommenden Wochenende gut besucht sind, könnte auch das Wetter entscheiden. Beim Jubiläum der beiden Sportvereine und dem Kult-Art-Festival in Krailling gibt es Zelte. „Wenn es unbeständig ist, ist es für uns egal“, sagt Astrid Lohrer. Regen wünschen sich Konrad Lohner und Astrid Lohrer aber dennoch nicht.

vs

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Erster Schritt zu neuem Baurecht
Die Gemeinde Gräfelfing hat einen neuen Anlauf gestartet, ihre Bebauungspläne so zu überarbeiten, dass sie rechtssicher sind – ohne das Ziel aufzugeben, die Gartenstadt …
Erster Schritt zu neuem Baurecht
Ein Stück Planegger Schulgeschichte
Schulwandbilder als Exponate: Bevor Erika Klemt sich aus dem Gemeindearchiv verabschiedet, hat sie noch einmal eine ungewöhnliche Ausstellung konzipiert. 
Ein Stück Planegger Schulgeschichte
Kraillinger schießt heimlich intime Fotos von Freundinnen
Nacktaufnahmen seiner Freundinnen brachten einen Planegger in Konflikt mit der Justiz. Der 21-jährige Azubi musste sich vor dem Jugendgericht verantworten.
Kraillinger schießt heimlich intime Fotos von Freundinnen
Sondersitzung mit Vorgeschichte
Der Planegger Gemeinderat fasst am Mittwoch, 25. Oktober, in einer Sondersitzung einen Grundsatzbeschluss zur Verlängerung der U6 nach Martinsried. Die Idee dazu hatte …
Sondersitzung mit Vorgeschichte

Kommentare