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Die vier Preisträger der Nikolaus-Medaille 2020 (vorne von links): Markus Crhak, Helga Honold, Peter Meyer  sowie Jeanne Kiemle mit dem Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates Markus Hinz (re.) und Pfarrer Wieslaw Poradzisz (hinten).

Auszeichnung fürs Ehrenamt

Voller Einsatz für St. Nikolaus

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Vier Neurieder sind seit Freitagabend neue Träger der Nikolaus-Medaille. Wer über Jahre hinweg durch hervorragende ehrenamtliche Mitarbeit auffällt, der bekommt von der katholischen Pfarrei St. Nikolaus in Neuried diese Auszeichnung. Diesmal traf es Jeanne Kiemle, Markus Crhak, Peter Meyer und Helga Honold.

Würmtal– Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Markus Hinz überraschte die Vier beim Neujahrsempfang der Pfarrei am Freitag. Ahnungslos waren sie als Gäste gekommen, abends gingen sie als Geehrte nach Hause.

Jeanne Kiemle hatte sich die Medaille verdient, indem sie sich über 25 Jahre lang in Neuried für die Ökumene einsetzte. „Das, was sie zu Hause lebte, lebte sie auch in der Pfarrei“, so Markus Hinz. Ihr Mann sei evangelisch, sie katholisch. Im Pfarrgemeinderat von St. Nikolaus verantwortete sie den Arbeitskreis Ökumene. Auch das ökumenische Taizégebet in Neuried betreute Jeanne Kiemle seit dem Europäischen Jugendtreffen der französischen Communauté de Taizé 1993/1994 in München. „Da gibt es eine kleine Brücke“, sagt Hinz. Denn Jeanne Kiemle ist gebürtige Französin.

Markus Crhak, ein weiterer Geehrter, ist Neuried von Geburt an verbunden. Er wurde in der alten Dorfkirche getauft, empfing dort die Erstkommunion und die Firmung. Jetzt setzte er sich als Mitglied der Kirchenverwaltung für die Renovierung der alten Kirche ein. „Und er wird nicht müde, dafür zu kämpfen“, lobt Markus Hinz. Zwar wurde St. Nikolaus bereits im Oktober 2018 wieder eröffnet, und Crhak gibt schon fleißig Führungen durch das Gebäude, zuletzt am Tag des offenen Denkmals (wir berichteten). Doch „ein altes Haus wird nie fertig“. Markus Crhak ist der Fachmann. Er hat die Arbeiten begleitet, jeden Termin mit beispielsweise Architekten oder Baureferat des Ordinariats wahrgenommen und auch das nötige Geld für die Restaurierung akquiriert. Dabei geht er neben diesem anspruchsvollen Ehrenamt auch noch einer regulären Arbeit nach.

Peter Meyer hat sich die Medaille verdient, indem er so ziemlich jedes Ehrenamt ausfüllte, welches die Pfarrei zu vergeben hat. Er war Mitglied des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung, Reiseleiter für die Ausflüge der Pfarrei, seit einigen Jahren ist er als Mesner tätig, und auch in diesem Amt setzt er sich über die Maßen ein. „Nur Kantor würde ich ihm nicht raten, singen kann er nämlich nicht“, so Markus Hinz. Gemeinsam mit seiner Frau Gisela betreibt Peter Meyer den Weinverkauf der Pfarrei, der die Orgel finanzieren soll. „Wenn es auf jemanden zutrifft, dass man für die Pfarrei lebt, dann auf ihn“, sagt Hinz anerkennend. Außerdem lobt er: „Er ist immer guter Dinge.“ Indem Meyer nun die Medaille überreicht bekam, zieht dieser mit seiner Frau gleich. „Gisela Meyer war die erste, die sie aus meiner Hand bekommen hat“, erinnert sich Hinz.

Den Neuriedern gehen die engagierten Gemeindemitglieder so schnell nicht aus. Auch Helga Honold bekam jetzt die Nikolaus-Medaille überreicht. „Sie zählt zur Stammbesetzung aller möglichen Gottesdienste und Andachten.“ Und sie besuche diese nicht nur, sondern gestalte sie aktiv mit. Als Lektorin machte sie Eindruck. Sie sei nicht nur stimmgewaltig beim Lesen und Singen. „Sie stand immer auf Zehenspitzen hinter dem Ambo.“ Vor allem den Mitgliedern des Frauenkreises und den älteren Neuriedern ist Helga Honold außerdem bekannt. „Sie hat dafür gesorgt, dass die Senioren einmal im Monat mit dem Seniorennachmittag einen Höhepunkt haben.“ Dazu lud sie Gäste ein, organisierte Feste und backte Kuchen. „Sie sorgte für Abwechslung“, so Markus Hinz.

Die Nikolaus-Medaille offenbarte damit auch heuer wieder, wie vielfältig das Gemeindeleben von St. Nikolaus ist, und dass es Menschen braucht, die sich dafür einsetzen.

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