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Die Zeit des Waldorfkindergartens in der Rottenbucher Straße geht zu Ende. Der Trägerverein verhandelt mit der Gemeinde über eine Ausweichunterkunft.

Verhandlungen über Umzug 

Waldorfkindergarten: Gemeinde bleibt bei Kündigung 

Die Gemeinde Gräfelfing hält an ihrer Kündigung fest: Der Waldorfkindergarten muss ausziehen. Bei der Suche nach einer neuen Bleibe zeichnet sich aber eine Lösung  ab.

Gräfelfing – Der Vorstand des Gräfelfinger Waldorfkindergarten-Vereins scheint sich auf einen Umzug in die Riesheimer Straße einzulassen. Ein klärendes Gespräch am Dienstag im Rathaus endete laut Bürgermeisterin Uta Wüst „konstruktiv“.

Wie berichtet, hatte die Gemeinde als Eigentümerin dem Waldorfkindergarten die Immobilie in der Rottenbucher Straße fristgerecht wegen Eigenbedarfs gekündigt. In Gräfelfing fehlen ab Herbst Kindergartenplätze, unter anderem durch Zuzug von Flüchtlingsfamilien. Weil der Waldorfkindergarten zum einen das Haus in der Rottenbucher Straße nicht mit der maximalen Platz-Zahl nutzt und zum anderen mit seinem speziellen pädagogischen Konzept nicht für jede Familie eine Option darstellt, beansprucht die Gemeinde das Haus für sich, um einen größeren Kindergarten unterzubringen.

Die im Tausch angebotenen Räume des bisherigen Gemeindekindergartens in der Riesheimer Straße hatte der Waldorfkindergarten bisher als zu klein und für seine Bedürfnisse unpassend abgelehnt. Nach Auskunft von Bürgermeisterin Uta Wüst hat der Verein sich nun jedoch bereit erklärt, das Angebot als kurzfristige, wenn auch nicht ideale Zwischenlösung zu akzeptieren.

Im Gegenzug machte die Gemeinde Zusagen. Sie will beim Umzug helfen; außerdem wollen Sozialverwaltung und Verein sich über die zukünftige Größe des Kindergartens abstimmen. Die Kommune stellte auch einen Defizitausgleich in Aussicht. Und schließlich will die Gemeinde in der gewonnenen Zeit den Verein bei der Suche nach einer langfristigen, adäquaten Lösung unterstützen. Das könnte laut Bürgermeisterin ein gemeindliches Grundstück in Erbpacht sein, ein privater Vermieter oder ein Stiftungsmodell. Bis zum Jahresende wolle sie dies „näher definiert“ haben, so Wüst.

An dem Gespräch im Rathaus beteiligten sich auch die Gemeinderäte Frank Sommer (Grüne), der das Treffen angeregt hatte, und Mathias Pollok (IGG). Diese dritte, neutralere Sichtweise habe dem Treffen gutgetan, sagte Uta Wüst. Und Frank Sommer berichtete: „Es wurde klar, dass Kompromisse gefragt sind, dass mit der Riesheimer Straße etwas Zeit gewonnen ist und eine langfristige Lösung zwar nicht leicht zu finden sein wird, aber auch nicht unmöglich.

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