Beprobung der Würm, hier Florian Kusterer 2020 am Bergerweiher.
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Die Beprobung der Würm, hier Florian Kusterer 2020 am Bergerweiher, erfolgte heuer später. Der Schaum, der sich gelegentlich bilde, sei unbedenklich.

Erste Beprobung 2021

Wasserqualität der Würm einwandfrei

  • Victoria Strachwitz
    VonVictoria Strachwitz
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Jetzt muss nur noch die Sonne scheinen. Das Wasser der Würm ist wohl temperiert und von guter Qualität. Wer Schaum entdeckt, muss sich keine Sorgen machen.

Würmtal – „Sie können baden gehen“, sagt Florian Kusterer vom Starnberger Gesundheitsamt. Die Qualität des Wassers der Würm sei gut. Die Temperatur lag zuletzt bei 19,8 Grad Celsius. „Da kann man es aushalten“, findet er. Was Escherichia coli und Intestinale Enterokokken betrifft sind „die Werte gut, wie sonst auch immer“.

Schaum auf Wasseroberfläche kein Grund zur Sorge

Wer trotzdem Vorbehalte hat, in der Würm zu schwimmen, weil sich auf der Wasseroberfläche manchmal Schaum befindet, kann unbesorgt sein. „Das ist keine Verunreinigung, sondern ein natürlicher Vorgang“, erklärt der Sprecher des Wasserwirtschaftsamtes München, Christian Leeb. „Ich sehe das öfter“, erzählt Kusterer. In der Regel handle es sich bei dem Schaum um Eiweiß. Leeb erklärt die Entstehung dieses Phänomens wie folgt: Fallen Kleinlebewesen, die ganz natürlich im Wasser vorkommen, irgendwo herunter, platzen sie, dann treten Eiweiße heraus und diese sehe man dann.

„Keine besorgniserregenden Zustände“

Was den Wasserstand der Würm betrifft, ist ebenfalls alles im normalen Bereich. Der viele Regen der vergangenen Wochen hat keine großen Auswirkungen gezeigt. Der Starnberger See gleicht das aus. Auf Höhe Leutstetten sei der Pegel aktuell bei 1,34 Meter. „Da gab es in den letzten drei Monaten kaum Schwankungen“, meint Leeb. „Von den Werten her ist das in Ordnung. Flußabwärts werde der Pegel wieder in Obermenzing gemessen. Normal seien dort 45 Zentimeter. Aktuell seien es 55. Leeb attestiert der Würm aber auch dort „keine besorgniserregenden Zustände vom Wasserstand her“.

Untersuchung wegen des vielen Regens verschoben

Einzige Folge des vielen Regens war, dass die Beprobung der Würm, mit der die Wasserqualität bestimmt wird, heuer später als üblich stattfand. Die erste Probe der stehenden Badegewässer im Landkreis Starnberg wurde bereits Anfang Mai entnommen. Die Würm ist traditionell erst ab der zweiten Entnahme dabei. „Weil die Zahl der Badenden da noch sehr überschaubar ist“, erklärt Kusterer. Doch auch die zweite Untersuchung fand ohne Würmwasser statt.

Die stehenden Badegewässer müssen untersucht werden. Das schreibt die EU vor. Die Würm nicht. Weil es so viel regnete, wurde die Würm dann ausgelassen. „Bei starken Regenfällen ergibt es keinen Sinn, eine Probe zu entnehmen“, sagt Kusterer. Der Regen spüle vom Ufer viel Dreck ins Wasser. Das könne das Ergebnis verfälschen. Und baden gehe bei schlechtem Wetter ohnehin kaum jemand.

Also war die Würm heuer erst beim dritten Anlauf dabei. Die Werte sind nun von Mittwoch, 30. Juni. Die nächste Probenentnahme zur Untersuchung der Badewasserqualität ist in etwa zwei Wochen geplant. Ergebnisse sind im Internet auf der Seite des Starnberger Landratsamtes zu finden.

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