Wasserverbrauch im Würmtal sinkt

- Bericht des Zweckverbandsvorsitzenden Hager: Kritik am Härtegrad

VON DOROTHEE JUNKERS Krailling - "Die Wasserqualität im Würmtal ist hervorragend. Das Wasser ist sehr hart - aber genau deswegen besonders gutes Trinkwasser", sagte Bürgermeister Dieter Hager auf der Sitzung des Gemeinderates am Dienstag. Er muss es wissen: Seit Mai 2002 ist er Vorsitzender des Würmtal Zweckverbands, der die Gemeinden Gauting, Krailling, Planegg und Gräfelfing mit Trinkwasser versorgt und die Abwasserbeseitigung betreibt.

Im Verbandsgebiet gibt es drei Quellen: Über die Hälfte des Wassers wird im Mühltal gefördert. Der Rest stammt aus den Brunnen im Königswieser- und Kreuzlinger Forst. "Unser Trinkwasser entspricht sowohl chemisch als auch hygienisch allen Anforderungen", sagte Hager. Auch die Fördermenge sei ausreichend: Zwar gab es im vergangenen Jahr im Mai und im Juni zwei kritische Spitzen, doch sei ansonsten der Verbrauch übers Jahr hinweg gleichmäßig und zudem seit 1992 insgesamt rückläufig. Auch die Abwassermenge sinke. Das bedeute zwar fehlende Einnahmequellen, aber natürlich solle man Frischwasser nicht verschwenden. Der rückläufige Wasserverbrauch steht für Landwirt Max Stürzer (CSU) "im Widerspruch zur geplanten Wasserschutzzone in Pentenried". Diese werde jedoch Hager zufolge der Wasserqualität dienen, auch müsse für steigende Einwohnerzahlen vorgesorgt werden.

Ständig auf gutem Stand gehalten würden die 700 Kilometer langen Leitungsnetze, berichtete Hager. Die in einigen Fällen aus dem Jahre 1898 stammenden Rohre würden Zug um Zug bei Straßenbauarbeiten erneuert. Wie man Regenwasser sammeln und wiederverwenden kann, solle die Gemeinde in einem Infoblatt erklären, regte Wilhelm Mahler (FBK) an. Auch müsse man etwas gegen die für Zubereitungen im Haushalt zu große Wasserhärte unternehmen. Mit dem Zweckverband habe er bereits über Feinkorrekturen geredet. Maximiliane Mehringer (SPD) hielt dies für einen "gefährlichen Vorschlag", am Wasser solle man "möglichst wenig manipulieren". Die Behandlung des Wassers sei hochkompliziert, zu teuer und werde von vielen nicht gewünscht, ergänzte Hager.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Erhebende Premiere in Maria Eich
Zum ersten Mal hat es jetzt bei der Wallfahrtskapelle Maria Eich eine Diakon-Weihe gegeben. Diese finden ansonsten im Münchner Liebfrauendom statt. Die Besucher erlebten …
Erhebende Premiere in Maria Eich
Tanklager Krailling: Anonymes Schreiben sorgt für Irritation
2,8 Kilometer Schienen werden erneuert, 2000 Holzschwellen ersetzt: Die Arbeiten am Bahngleis, das das Kraillinger Tanklager mit Freiham verbindet, sind in vollem Gange. …
Tanklager Krailling: Anonymes Schreiben sorgt für Irritation
Kleinere Überflutungen, vollgelaufene Keller
Der Dauer- und stellenweise Starkregen seit Sonntagabend hat zwar zu kleineren Überflutungen und vollgelaufenen Kellern geführt, viel passiert ist zum Glück aber nicht.
Kleinere Überflutungen, vollgelaufene Keller
Hundehalter fordern Zaun an der A 96
Hundebesitzer haben eine Petition gestartet. Sie fordern einen Zaun zwischen dem Gräfelfinger Paul-Diehl-Park und der Autobahn. Die zuständigen Stellen finden das …
Hundehalter fordern Zaun an der A 96

Kommentare